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Schweiz: Erste Reinigungsstufe zur Entfernung von Spurenstoffen offiziell in Betrieb gegangen

Schweiz: Erste Reinigungsstufe zur Entfernung von Spurenstoffen offiziell in Betrieb gegangen
Bildquelle: manwalk / pixelio.de
10.09.2014 − 

In Dübendorf im Schweizer Kanton Zürich ist die schweizweit erste Reinigungsstufe zur Entfernung von Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser eingeweiht worden. Die neue Reinigungsstufe der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Neugut laufe nach einer Erprobungsphase seit März im Vollbetrieb, teilte der Kanton Zürich mit.

Damit habe sie durch fachliche Unterstützung des Wasserforschungsinstituts Eawag und finanzielle Unterstützung des Kantons eine Pionierrolle übernommen. Die Anlage zur Abwasser-Ozonung in Dübendorf ermögliche das Sammeln von Langzeiterfahrungen, die in die Planung und den Bau weiterer solcher Stufen in anderen ARA einfließen könnten.

Wie der Kanton weiter ausführte, sollen in der Schweiz etwa 100 bis 120 ausgewählte ARA mit einer vierten Reinigungsstufe ausgestattet werden. Rund 40 davon lägen voraussichtlich im Kanton Zürich. Dies habe der Bund mit den Kantonen vereinbart. Insbesondere sehr große ARA, größere ARA im Einzugsgebiet von Seen und ARA an Flüssen und Bächen mit hohem Abwasseranteil sollen künftig weniger Mikroverunreinigungen in die Gewässer einleiten. Die entsprechende Änderung des Gewässerschutzgesetzes hätten die eidgenössischen Räte in der Frühjahrssession 2014 angenommen. Die dazu gehörende Verordnung tritt voraussichtlich 2015 in Kraft, erklärte der Kanton Zürich.

Die Gesamtkosten zur Ergänzung der Abwasserreinigungsanlagen betragen im Kanton Zürich in den nächsten 20 Jahre rund 300 Millionen Schweizer Franken (etwa 249 Millionen Euro), erklärte der Kanton. Davon müssten die Anlagenbetreiber gut 70 Millionen Franken (etwa 58 Millionen Euro) selbst tragen. Generell würden 75 Prozent der Investitionen in den ausgewählten ARA über eine gesamtschweizerische, bis zum Jahr 2040 befristete Abwasserabgabe von maximal neun Franken (etwa 7,46 Euro) pro Jahr und Einwohner gedeckt.

Die verbleibenden Erstellungskosten sowie die Betriebskosten der neuen Reinigungsstufe würden über kommunale Abwassergebühren finanziert. Der Finanzierungsvorschlag beruhe weitgehend auf dem Verursacherprinzip, da alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz mit der Nutzung chemischer Produkte zur Belastung durch Mikroverunreinigungen beitrügen, so der Kanton.

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