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Weltwasserrat und OECD fordern mehr Investitionen in Wasserinfrastrukturen

Weltwasserrat und OECD fordern mehr Investitionen in Wasserinfrastrukturen
Bildquelle: Dieter Schütz/pixelio.de
21.04.2015 − 

Anlässlich des 7. Weltwasserforums haben der Weltwasserrat und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) an politische Entscheidungsträger und Führungskräfte aus der Wirtschaft appelliert, sich verstärkt mit der Finanzierung der Wasserinfrastruktur zu befassen. Ziel müsse es sein, für die Weltbevölkerung und für die Weltwirtschaft eine sichere Wasserversorgung zu schaffen, erklärten beide Organisationen im koreanischen Daegu-Gyeongbuk, wo das Weltwasserforum in der vergangenen Woche stattfand. Themenschwerpunkte waren Aspekte der Finanzierung sowie das Infrastrukturmanagement.

In ihrem Bericht „Water: Fit to Finance?“ legen der Weltwasserrat und die OECD den steigenden Bedarf an öffentlichen und privaten Partnerschaften für den Bau von großen Wasserinfrastrukturvorhaben dar. Sie weisen jedoch darauf hin, dass die risiko- und ertragsorientierte Einstellung von Investoren die Entwicklung behindere. Das habe dazu geführt, dass Wasserinfrastrukturprojekte im Vergleich zu anderen Bereichen der Infrastrukturinvestitionen an den Rand gedrängt würden.

Durch die zunehmende Nutzung von Wasser in unterschiedlichen Bereichen, wie zum Beispiel Landwirtschaft, Industrie und Energieerzeugung, werde deutlich, dass die Wasserinfrastruktur vielseitigen Anforderungen genügen müsse, erklärten Weltwasserrat und OECD. Dies aber schaffe spezifische Finanzierungsprobleme. Typerweise müssen hohe Beträge investiert werden, aber einige Komponenten der Wasserinfrastruktur seien nicht immer profitabel. Zudem seien oftmals viele verschiedene Akteure beteiligt, die sich in der Frage der Prioritätensetzung nicht einig würden.

Dennoch zeige die Erfahrung, dass es eine Vielzahl an Finanzierungsmöglichkeiten gibt, die dazu noch von neuen Finanzierungsquellen flankiert werden. Hierzu zählen der Weltwasserrat und die OECD Pensionsfonds, Versicherungsunternehmen, Wasserfonds, Staatsfonds, Klimafonds und Grüne Anleihen, die alle in der Lage seien, die gesamte Palette an Technik, Produkten und Dienstleistungen für weltweit sichere Wassersysteme zu finanzieren. Bis 2050 seien nach Schätzungen allein für die Trinkwasser- und Sanitärversorgung Investitionen in Höhe von 6,7 Billionen US-Dollar nötig, erklärten Weltwasserrat und OECD.

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