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Wasserprobleme verursachen 2016 weltweit 14 Milliarden Dollar Kosten bei Unternehmen

Wasserprobleme verursachen 2016 weltweit 14 Milliarden Dollar Kosten bei Unternehmen
Bildquelle: Andrea Damm/pixelio.de
18.11.2016 − 

Aufgrund von Wasserproblemen müssen Unternehmen in diesem Jahr Kosten von voraussichtlich 14 Milliarden US-Dollar bewältigen. Im letzten Jahr waren es noch 2,6 Milliarden US-Dollar. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Organisation CDP, die die Umweltleistung von Unternehmen misst. Grund für die deutlich höheren Kosten seien Dürren, Überschwemmungen, zunehmender Wasserstress durch den Klimawandel, strengere Umweltgesetze, die Kosten für die Reinigung verschmutzten Wassers sowie Strafzahlungen. Der Bericht mit dem Titel „Thirsty business: Why water is vital to climate action“ beruhe auf Daten, die 607 Unternehmen CDP zur Verfügung gestellt haben.

Der jährliche Vergleich zeige, dass die Fortschritte der Unternehmen fast stagnieren, erklärte die Organisation. Bewertet werde die Leistung der Unternehmen hauptsächlich anhand von fünf Werten mit Bezug auf das Wassermanagement, wozu die Messung und Beobachtung des Verbrauchs, die Berichterstattung sowie die Festlegung von Zielen gehören. 61 Prozent der Unternehmen hätten angegeben, ihren Wasserverbrauch zu messen. Das seien nur 3 Prozent mehr als letztes Jahr.

Die Wasserrisiken nehmen rasch zu, lautet ein weiteres Ergebnis des Berichts. So sei fast jeder untersuchte Sektor im laufenden Jahr stärker von wasserbezogenen finanziellen Auswirkungen betroffen. Versorgungs-, Rohstoff- und Energieunternehmen hätten die stärksten Auswirkungen gemeldet. Dabei habe der japanische Energiekonzern Tepco zu einem großen Teil beigetragen, da er wegen der Grundwasserverschmutzung durch das Kraftwerk Fukushima Daiichi nach dem Tsunami von 2011 für das letzte Geschäftsjahr Kosten von zehn Milliarden US-Dollar offenlegte.

„Der diesjährige Bericht hält zwei Erkenntnisse für den privaten Sektor bereit“, sagte der CEO von CDP, Paul Simpson. Zum einen könne das Wasserrisiko die Geschäftsgrundlage gefährden und eine ernsthafte Bedrohung für den Gewinn darstellen. Zum anderem werde Wasser beim Übergang zu einer Wirtschaft mit geringen CO2-Emissionen eine fundamental wichtige Ressource sein. „Für die Maßnahmen zur Emissionsreduktion, die die Staaten und Unternehmen planen, wird jeder Tropfen sauberen, nachhaltig gewonnenen Wassers gebraucht werden“, unterstrich er. Daher sollten Unternehmen weltweit Wasserthemen ernster nehmen.

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