|  

UBA-Studie sieht negative Auswirkungen von Personaleinsparungen im Gewässerschutz

UBA-Studie sieht negative Auswirkungen von Personaleinsparungen im Gewässerschutz
Bildquelle: pusteflower9024 - stock.adobe.com
17.04.2018 − 

Fehlende Ressourcen und mangelndes Personal bei den Vollzugsbehörden sind die Hauptgründe für einen unzureichenden Vollzug des EU-Wasserrechts. Diese Feststellung trifft eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA). In einigen Bundesländern gibt es der Studie Zufolge auch Anzeichen dafür, dass der Gewässerschutz hinter anderen Zielen, vor allem der landwirtschaftlichen Nutzung, zurückstehen müsse.

Hinzu kämen Koordinationsprobleme, zum Beispiel mit anderen Politikbereichen wie der Landwirtschaft oder mit den Behörden benachbarter Staaten, heißt es in der Studie, die Wissenschaftler des Deutschen Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung in Speyer und des Öko Instituts in Berlin erstellt haben.

Die Ressourcenausstattung der Vollzugsbehörden sei in den Mitgliedstaaten recht unterschiedlich: Während z.B. die britische Trinkwasserbehörde über ausreichende Kapazitäten verfüge, gebe es vor allem in Mitgliedstaaten mit finanziellen Problemen wie Spanien und Polen Engpässe. Bei der Bewirtschaftung von Flüssen stellten nicht ausreichende Finanzmittel für Investitionen bei der Behandlung von kommunalem Abwasser ein Hindernis für die Erfüllung der Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) dar.

Die Studie weist darauf hin, dass in den deutschen Bundesländern im Laufe der Verwaltungsreformen Anfang der 2000er Jahre auch im Gewässerschutz Personal- und Ressourceneinsparungen vorgenommen worden sind. Dies habe beispielsweise in Bayern dazu geführt, dass es sowohl bei der Überwachung von Gewässern als auch bei der Beratung der Industrie zu Qualitätseinbußen gekommen sei. Teilweise fehle für die komplexen Anforderungen der WRRL auch die nötige Fachexpertise, insbesondere, wenn die Aufgaben bei lokalen Behörden angesiedelt sind.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 17.2018 von EUWID Wasser und Abwasser, die am 24.04.2018 als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.  

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Nitratbelastung des Grundwassers in NRW leicht zurückgegangen

Grundwassergefährdung durch Glyphosat soll in Wiederzulassungsverfahren eingehen  − vor