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Bundesregierung sieht bei Mikroplastik in Gewässern noch viele offene Fragen

Bundesregierung sieht bei Mikroplastik in Gewässern noch viele offene Fragen
Bildquelle: fotohansel - Fotolia
14.06.2018 − 

Obwohl umfangreiche Forschungsergebnisse, vergleichbare Studien und auch eine allgemein gültige Definition von Mikro- und Nanoplastik bisher fehlen, setzt sich die Bundesregierung vorsorglich mit den Umweltauswirkungen von Mikroplastik auseinander. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. In den zurückliegenden zwei Jahren hat die Bundesregierung nach eigenen Angaben dreißig Vorhaben begonnen und unterstützt, um Erkenntnisse über Mikro- und Nanoplastik in der Umwelt und mögliche Maßnahmen zu deren Minimierung zu gewinnen.

Grundsätzlich gelte es, Vorkommen und Eintrag von unerwünschten Kunststoffen in die verschiedenen Umweltmedien zu reduzieren. Dabei steht der Bundesregierung zufolge Schutz der Meere, die als Senke fungieren, aktuell im Vordergrund. Die sich daraus ergebenden Herausforderungen sind jedoch nur europäisch oder international zu lösen. Es sei bislang nicht hinreichend geklärt, ob und inwieweit Mikro- und Nanokunststoffe eine Gefahr für die Umwelt und Natur darstellen. Aktuelle Studien weisen der Antwort zufolge auf das Vorkommen von Kunststoffen in verschiedenen Umweltmedien hin, dass ganze Ökosysteme aus dem Gleichgewicht geraten, sei aber wissenschaftlich nicht belegt.

Nur geringe Gehalte in behandeltem Abwasser aus Kläranlagen

Erkenntnisse gibt es aber der Bundesregierung zufolge über den Gehalt von Mikroplastik in behandeltem Abwasser. Die vorliegenden, aber noch nicht veröffentlichten Untersuchungsergebnisse zu Gesamtgehalten von Kunststoffen im Ablauf von Kläranlagen, die im Rahmen von zwei BMBF-Projekten durch das Umweltbundesamt (UBA) und die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) an Berliner Großklärwerken ermittelt wurden, zeigten, dass dort behandeltes Abwasser im Allgemeinen nur noch geringe Gehalte an Kunststoffen aufweist.

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