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Verdi: Bei Digitalisierung in Wasserwirtschaft Einflussnahme für Gemeinwohl erhalten

Verdi: Bei Digitalisierung in Wasserwirtschaft  Einflussnahme für Gemeinwohl erhalten
Bildquelle: Weissblick - stock.adobe.com
14.09.2018 − 

Vor einer unbedachten Umsetzung des aktuellen Technologiesprungs in der Wasserwirtschaft hat die Verdi-Bundesfachgruppe Wasserwirtschaft gewarnt. Die Digitalisierung in der Wasserwirtschaft sollte mit einer zukunftssicheren Perspektive durchgeführt werden, so dass keine unnötigen Investitionen stattfinden, heißt es in dem aktuellen Positionspapier „Digitalisierung in der Wasserwirtschaft - Sachstand, Fragen, Forderungen“, das der Verdi-Bundesfachgruppenvorstand Wasserwirtschaft vorgelegt hat.

Vor dem Hintergrund, dass die Kommunen für die Daseinsvorsorge verantwortlich sind, fordert die Verdi-Fachgruppe, dass nur solche Investitionen getätigt werden, die weiterhin eine politische und unternehmerische Einflussnahme im Interesse des Gemeinwohls zulassen. Wenn statt neuer Pumpen nur noch die Dienstleistung Pumpenlaufzeit gekauft werde, könne das rein wirtschaftlich betrachtet eine sinnvolle Entscheidung sein - allerdings gäben Unternehmen und Politik ihren Einfluss auf die eigene Infrastruktur damit auf. Konkret seien dabei etwa die Fragen zu stellen, ob eine Pumpe dem Hersteller oder der Leitwarte meldet, wenn sie gewartet werden muss, oder, wem die Daten gehören, die diese Pumpe sammelt.

Mitarbeiter müssen für Einsatz neuer Technik qualifiziert sein

Von den Entscheidungsträgern in den Betrieben und Dienststellen sei zu erwarten, dass nicht einfach das Neueste gekauft wird, sondern ausschließlich erforderliche Investitionen mit sicherer Technik getätigt werden.  Die vielfach vertretene These „Es wird digitalisiert, was digitalisiert werden kann“ sei für die Daseinsvorsorge untauglich. In der Wasserwirtschaft gelte es vielmehr zu digitalisieren, wenn und soweit es der sicheren Versorgung bei hoher Qualität sowie der Kundenzufriedenheit diene und gleichzeitig nachhaltig und wirtschaftlich sei, heißt es in der Positionierung. Insbesondere müssten Personalentwicklungspläne dafür sorgen, dass die Mitarbeiter für den Einsatz neuer Technik qualifiziert sind. Außerdem müssten sie in der Lage sein, die Prozesse manuell wieder in Gang zu setzen für den Fall, dass die Technik ausfällt.

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