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BMU: Keine fundierten Belege für starke Nitratbelastung durch Abwasser

BMU: Keine fundierten Belege für starke Nitratbelastung durch Abwasser
© Thomas Leiss - stock.adobe.com
03.12.2019 − 

Die Nitratbelastungen des Grundwassers werden weit überwiegend durch die landwirtschaftliche Düngung verursacht. Nitratbelastungen durch undichte Kanäle sind in urbanen Gebieten zu erwarten, nicht aber unter landwirtschaftlich genutzten Böden. Das hat das Bundesumweltministerium (BMU) zu dem aus Teilen der Landwirtschaft erhobenen Vorwurf erklärt, wonach Kläranlagen und undichte Abwasserleitungen stärker oder zumindest genauso zur Nitratbelastung beitragen wie die Landwirtschaft.

Das BMU verweist darauf, dass Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsstärkstes Bundesland in Deutschland die Frage, ob die Grundwasserkörper durch Siedlungseinflüsse maßgeblich beeinflusst werden, durch das Forschungszentrum Jülich, hat untersuchen lassen.

Im Ergebnis sei festzuhalten, dass zwar punktuelle Belastungen aus undichten Kanälen auftreten, diese jedoch so punktuell seien, dass sie nicht maßgeblich für die Einstufung des Grundwasserkörpers in den schlechten Zustand nach Wasserrahmenrichtlinie  seien. Ergebnis sei, dass sich kein Grundwasserkörper in Nordrhein-Westfalen aufgrund einer anderen Quelle als der Landwirtschaft in einem schlechten Zustand wegen Nitrat befinde.  

"Kommunale Kläranlagen verfügen in der Regel über eine Stickstoffelimination"

Kommunale Kläranlagen in Deutschland verfügen in der Regel über eine Stickstoffelemination, stellt das Ministerium fest. Nach Anhang 1 der Abwasserverordnung ist der Stickstoffgehalt für die Einleitung in ein Gewässer auf 10 Milligramm pro Liter begrenzt. Für die Auffassung, dass die Nitratbelastungen der Gewässer stärker oder zumindest zu gleichen Teilen durch Abwasser verursacht werden, gibt es dem Ministerium zufolge es keine fundierten Belege.

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