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Magnetische Nanopartikel könnten Reinigung großer Abwassermengen vereinfachen

Magnetische Nanopartikel könnten Reinigung großer Abwassermengen vereinfachen
© Wiley-VCH
04.12.2019 − 

Wissenschaftler der Universität und des Helmholtz-Instituts Ulm sowie der CISC-Universidad de Zaragoza in Spanien haben ein neues Verfahren zur Wasseraufbereitung vorgestellt, in dem magnetische, mit einer „ionischen Flüssigkeit“ beschichtete Nanopartikel zum Einsatz kommen. Damit können gleichzeitig organische, anorganische und mikrobielle Kontaminationen sowie Mikroplastik gebunden und mit Hilfe von Magneten abgetrennt werden, teilte die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) mit. Das Verfahren wurde in der Zeitschrift „Angewandte Chemie“ vorgestellt.

Für ihren alternativen Ansatz verwenden die Forscher um Carsten Streb, Robert Güttel und Scott G. Mitchell Nanopartikel mit einem Kern aus magnetischem Eisenoxid und einer Schale aus porösem Siliziumdioxid. Auf ihrer Oberfläche wird eine Schicht einer sogenannten ionischen Flüssigkeit fest aufgebracht. Dabei handele es sich um ein Salz, das bereits bei Raumtemperatur geschmolzen vorliegt, also flüssig ist, ohne in einem Lösungsmittel gelöst zu sein, erklärte die GDCh.

Bei Labortests hätten die Nanopartikel zuverlässig Blei-, Nickel-, Kupfer-, Chrom- und Kobaltionen sowie den Farbstoff Patentblau V als Modellsubstanz für aromatische Verunreinigungen entfernt, so die GDCh. Ebenso sei das Wachstum verschiedener Bakterienarten effektiv gestoppt worden. Die Nanopartikel hätten sich zudem an die Oberfläche von 1 µm bzw. 10 µm großen Polystyrolkügelchen – ein Modell für Mikroplastik – angelagert, die sich auf diese Weise quantitativ entfernen ließen.

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