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Studie: Geringeres Gletschervolumen hat Konsequenzen für die Wasserversorgung

Studie: Geringeres Gletschervolumen hat Konsequenzen für die Wasserversorgung
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13.02.2019 − 

Das weltweite Volumen der Gletscher ist einer neuen Studie zufolge geringer als bislang angenommen. Das hat Auswirkungen auf die Wasserversorgung. Der gegenwärtige Klimawandel lässt Gletscher weltweit schrumpfen, und mit dem schmelzenden Eis gehen auch Süßwasserreserven verloren, schreiben die Autoren einer Studie, die die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich. Ohne Schmelzwasser würden zahlreiche Flüsse viel weniger Wasser führen, gerade solche, die durch Trockengebiete wie die Anden oder Zentralasien fließen und dort beispielsweise Landwirtschaft erst ermöglichen.

Um einschätzen zu können, wie sich Gletscher und die damit verbundenen Süßwasserreserven künftig entwickeln, aber auch wie sich der Meeresspiegel verändern wird, benötigten Forschende aktuelle Kenntnisse über das heutige weltweit vorhandene Eisvolumen.

Eisdicke von 215.000 Gletschern berechnet

Ein internationales Team von Gletscherforschenden unter der Leitung der ETH Zürich und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) hat nun der ETH zufolge anhand von einer Kombination von verschiedenen Modellen die Eisdickenverteilung und damit das Eisvolumen von rund 215.000 Gletschern weltweit neu bestimmt. Die Forscher klammerten das Meereis sowie die zusammenhängenden Eisschilde Grönlands und der Antarktis von ihren Berechnungen aus, nahmen jedoch Gletscher, die nicht mit einem dieser Eisschilde verbunden sind, darin auf.

Das Eisvolumen all dieser Gletscher beträgt der Studie zufolge aktuell rund 158.000 Kubikkilometer (km3). Vor ein paar Jahren lag die Schätzung noch rund 18 Prozent höher. Die größten Gletscher-Eismassen liegen in der Arktis mit rund 75.000 km3, was nahezu der Hälfte des gesamten globalen Gletschervolumens entspreche. Es handelt sich dabei um Gletscher in der kanadischen und russischen Arktis sowie um solche an den Rändern Grönlands und auf Spitzbergen.

Gletscher gehen schneller verloren als angenommen

Nebst Alaska weisen die Gebirge Hochasiens mit 7.000 km3 die größten Eisvorräte außerhalb der Arktis auf. Die Studie zeigt, dass dieses Eisvolumen bislang überschätzt wurde: Das neu ermittelte Eisvolumen sei um 27 Prozent  kleiner als in bisherigen Schätzungen. „Aufgrund dieser Neueinschätzung müssen wir davon ausgehen, dass die asiatischen Hochgebirge ihre Gletscher schneller verlieren können als bisher angenommen“, sagte Daniel Farinotti, Professor für Glaziologie an der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) der ETH Zürich und an der WSL.

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