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"Bauliche Veränderungen in Flussauen spielen bei extremen Hochfluten eine große Rolle"

"Bauliche Veränderungen in Flussauen spielen bei extremen Hochfluten eine große Rolle"
Aue der Unteren Havel ©Prof. Christoph Zielhofer
21.07.2021 − 

Die baulichen Veränderungen in den Flussauen spielen bei extremen Hochfluten eine große Rolle, die bislang nicht ausreichend berücksichtigt wird. Diese Auffassung vertritt Prof. Christoph Zielhofer, Physischer Geograph an der Universität Leipzig. In der Diskussion um die Ursachen der Flutkatastrophen käme dies bisher zu kurz, während bei der Ursachenforschung zu der aktuellen Flutkatastrophe im Westen Deutschlands sowie in den angrenzenden Ländern vor allem darüber diskutiert werde, inwieweit menschengemachter Klimawandel und Flächenversiegelung in den Einzugsgebieten die natürlichen Flutprozesse verstärkt, teilte die Universität Leipzig gestern mit.

Bei extremen Niederschlagsereignissen nehme die Bedeutung der Flächenversiegelung eher ab, da selbst offenporige Böden ab einem bestimmten Punkt kein Wasser mehr aufnehmen könnten, betonte Zielhofer. Auen seien besonders dynamische Landschaften und Kernzonen des Kultur- und Naturerbes Europas, aber auch weltweit Brennpunkte früher menschlicher Eingriffe in den Naturraum.

Statt jetzt nach Verantwortlichen vor Ort zu suchen, sollte aber vielmehr eine gesellschaftliche Debatte über die nachhaltige Nutzung von Auen geführt werden. Dabei müsse es darum gehen, wie den Flüssen ihre natürlichen Überflutungsräume zurückgegeben und der menschliche Nutzungsdruck auf die Auenlandschaften reduziert werden könne.

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