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Land Baden-Württemberg fördert Abwasserprojekte in Bad Liebenzell und Alpirsbach

Land Baden-Württemberg fördert Abwasserprojekte in Bad Liebenzell und Alpirsbach
Eine Kläranlage.
14.09.2021 − 

Das Land Baden-Württemberg fördert neue Abwasserprojekte in Bad Liebenzell und Alpirsbach. Wie das Landesumweltministerium mitteilte, bezuschusst es den Neubau der Regenwasserbehandlung im Bad Liebenzeller Stadtteil Unterlengenhardt mit 1,71 Mio. Euro. Das Entwässerungssystem soll künftig auf ein modifiziertes Mischsystem umgestellt werden, bei dem nicht behandlungsbedürftiges Regenwasser teilweise getrennt abgeleitet wird.

„Wenn künftig weniger Regenwasser in die Kläranlage Bad Liebenzell gelangt, entlasten wir die Abwasserreinigung und verringern das Risiko, dass Abwasserkanäle bei vermehrt auftretenden Starkregenereignissen an ihre Grenzen kommen“, sagte Umweltministerin Thekla Walker (Grüne). Im Höhenort Unterlengenhardt gebe es kein Gewässer, in das anfallendes Regenwasser eingeleitet werden könne; aufgrund der Nähe zur Wasserschutzgebietszone II und der Hanglage sei zudem das Versickern der Regenwasserabflüsse nicht möglich. Deshalb werden u.a. ein Trenn- und Drosselbauwerk in der Höhenlage und ein neuer Regenwasserkanal gebaut. Ein sanierungsbedürftiger Mischwasserkanal aus den 1950er Jahren müsse ersetzt werden. Das gesamte Abwasser von Unterlengenhardt werde derzeit über einen bestehenden Mischwasserkanal in das Kanalnetz von Bad Liebenzell abgeführt. Der Kanal liege überwiegend im Landschaftsschutzgebiet „Nagoldtal“ und grenze an verschiedene Waldbiotope. Der Abschluss der Maßnahme sei Ende 2023 geplant.

Aus einer weiteren Mitteilung geht hervor, dass die Stadt Alpirsbach im Kreis Freudenstadt für den Neubau einer separaten Abwasserdruckleitung eine Zuwendung in Höhe von 974.000 Euro erhält. Um den Kläranlagenbetrieb und die Ablaufwerte zu verbessern, seien verschiedene Baumaßnahmen erforderlich. Die zuwendungsfähigen Ausgaben lägen bei rund 1,2 Mio. Euro, die Bauarbeiten sollen bis zum 1. Dezember beginnen und im Herbst 2022 abgeschlossen sein.

Geplant sei, dass das vorbehandelte Abwasser der örtlichen Brauerei künftig über die neue etwa zwei Kilometer lange Druckwasserleitung direkt zur Kläranlage fließen wird. Das bedeute, dass die Zulauffracht der Kläranlage sehr viel gleichmäßiger ankomme und eine gezielte Bewirtschaftung des Brauereiabwassers auf der Kläranalage möglich werde. „Dadurch erreichen wir, dass die Kinzig künftig viel sauberer und auch nach starken Regenfällen stofflich kaum noch belastet wird“, erläuterte Walker. Bisher werde das Abwasser der ortsansässigen Brauerei über einen Abwasserkanal im Freispiegelgefälle einem Pufferbecken mit einem Fassungsvermögen von 350 Kubikmeter zugeleitet.

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