Erft-Verlegung in Erftstadt-Gymnich schreitet voran

Im Rahmen der Verlegung der Erft zwischen Erftstadt-Gymnich und Kerpen-Türnich wird mit dem Austausch der vorhandenen Sohlschwellen, die für Fische unpassierbar sind, durch ein beckenartiges Raugerinne begonnen. Das teilte der Erftverband Ende Juni zum Fortschritt seines den Angaben zufolge bisher größten Renaturierungsprojekts mit. Auch die neue Wehranlage an der Kleinen Erft nehme Gestalt an; dort würden die Schütztafeln eingebaut. Die im Juni 2024 gestartete Renaturierung der Erft zwischen Erftstadt-Gymnich und Kerpen-Türnich diene im Wesentlichen der Wiederherstellung eines naturnahen Gewässerabschnitts.

Durch die Schaffung vielfältiger Sohl- und Uferstrukturen als Lebensräume für Fische und das Makro-zoobenthos soll der ökologische Gewässerzustand verbessert werden. Aus dem heute 2,5 km langen und technisch ausgebauten Gewässerabschnitt wird eine 5,5 km lange neue Trasse mit Anbindung an die natürliche Aue entstehen. Der Umschluss, bei dem das Gewässer von seinem alten in das neue Bett geleitet wird, werde im Oktober dieses Jahres erfolgen. Parallel dazu werde die Befischung des alten Erftverlaufs erfolgen, der danach trockengelegt und verfüllt werde. Mit der Einsaat von heimischen Pflanzen und der Verfüllung der alten Wehranlage sowie restlichen Erdarbeiten soll die Maßnahme dem Erftverband zufolge voraussichtlich Ende 2025 abgeschlossen sein. Das Land Nordrhein-Westfalen fördere die Renaturierung mit dem Höchstsatz von 80 Prozent.

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