Das Forschungsinstitut für Wasserwirtschaft und Klimazukunft an der RWTH Aachen (FiW) hat für die Stadt Freiburg eine neue Berechnungsformel entwickelt, die ab 2026 zur Umlage der Schmutzwassergebühren angewendet wird. Nach anfänglicher Prüfung der bisherigen Veranlagungsmethodik aus den 1990er Jahren empfahl das FiW eine grundlegende Überarbeitung des kommunalen Gebührenmodells und damit eine Anpassung an aktuelle rechtliche und technische Anforderungen. Das Ziel ist hierbei eine transparente und verursachergerechte Gebührenveranlagung, heißt es in einer Mitteilung des FiW.
Insbesondere die Entwicklungen der zugrundeliegenden technischen Regelwerke und gerichtliche Entscheidungen zum Starkverschmutzerzuschlag in den vergangenen Jahren wurden demnach durch das Modell aus den 1990er Jahren jedoch nicht mehr ausreichend abgebildet.
Zunächst wurde im Austausch mit dem Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht eine detaillierte Betrachtung der Kläranlagenverfahrenstechnik durchgeführt. Dies diente dazu, die für die Kostenentstehung relevanten Schmutzparameter anhand der spezifischen Gegebenheiten vor Ort zu identifizieren und die entstehenden Kosten den Parametern zuzuordnen. Parallel wurde eine Messrichtlinie erarbeitet, die die im Zusammenhang mit der Erhebung des Starkverschmutzerzuschlags geltenden Regelungen formuliert. Lesen Sie weiter.........




