Forschungsteam will genauere Wettervorhersagen schaffen

Die Verbesserung von Wettervorhersagen und die Quantifizierung der damit verbundenen Unsicherheiten stehen im Mittelpunkt eines neuen Forschungsprojekts, das von der Klaus Tschira Stiftung gefördert wird. Ziel ist es, extreme Wetterereignisse wie Starkregen, Wirbelstürme oder Gewitter früher und präziser prognostizieren zu können, indem Unsicherheiten bei Wettervorhersagen minimiert werden, teilte die Stiftung mit.

Das Projekt wird von Eyke Hüllermeier, Professor an der Universität München, und Tijana Janjić, Professorin in Eichstätt-Ingolstadt, geleitet. Beide arbeiten an der Schnittstelle von Maschinellem Lernen, Informatik und Datenwissenschaften. Laut Stiftung setzen sie auf Methoden der Datenassimilation, bei denen aktuelle Messungen kontinuierlich in bestehende Vorhersagemodelle integriert werden. Auf diese Weise soll die Unsicherheit in den Prognosen schrittweise verringert werden.

Nach Angaben von Saskia Haupt, Programm-Managerin Forschung bei der Klaus Tschira Stiftung, verbindet das auf drei Jahre angelegte Vorhaben klassische Mathematik, Künstliche Intelligenz und Unsicherheitsquantifizierung in einer praxisnahen Anwendung. Die effiziente Nutzung großer Datenmengen ermögliche es, Wetterprognosen und Klimamodelle zu verbessern.

Im Zentrum der Forschung steht die Kombination von physikalischem Wissen und Beobachtungsdaten mit Methoden des Maschinellen Lernens, erklärte Hüllermeier. Die Unsicherheit dabei zu quantifizieren sei essentiell, um die Vorhersage zu verbessern. Janjić verweist auf die besondere Schwierigkeit, Ort und Zeitpunkt von Phänomenen wie Stürmen oder Gewitterzellen präzise vorherzusagen. Entscheidend sei daher auch die Angabe, wie zuverlässig eine Prognose für einen bestimmten Zeitpunkt und Ort ist.

Die Zusammenarbeit der beiden Forschenden geht auf ihre frühere Tätigkeit an der Ludwig-Maximilians-Universität München zurück, berichtete die Klaus Tschira Stiftung weiter. Dort hätten sie festgestellt, dass ihre Fachgebiete weitgehend komplementär seien. Nach Abschluss der dreijährigen Projektlaufzeit erwarten sie, über verlässlichere Methoden für Wetterprognosen zu verfügen und besser einschätzen zu können, wie weitreichend präzise Vorhersagen möglich sind.

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