Fraunhofer ISE will mit Leitfaden Markteinführung von Floating PV unterstützen

In Deutschland gibt es zahlreiche künstliche Gewässer, die sich technisch für die Nutzung schwimmender PV-Anlagen eignen. Diese Feststellung trifft das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), das aktuell einen Leitfaden zur schwimmenden Photovoltaik (Floating PV) veröffentlicht hat. Besonders vielversprechend erscheinen dem ISE zufolge industriell genutzte Gewässer, wie Kies- und Baggerseen, da hier der solare Strom direkt zur Dekarbonisierung der Industrie beitrage.

Betrachte man insbesondere die Umweltverträglichkeit, habe die Nachnutzung vormals industriell genutzter Flächen wie stillgelegter, gefluteter Tagebauseen ein hohes Potenzial. Schätzungen zufolge könnte die installierbare Leistung bei einer Flächenabdeckung von 15 Prozent zwischen 13,7 und 19,1 Gigawatt liegen, so das Institut.

Weltweit haben Floating PV-Anlagen in den letzten Jahren weltweit an Bedeutung gewonnen, führt das ISE aus. Die installierte Gesamtleistung sei von 10 Megawatt im Jahr 2014 auf über 7,7 Gigawatt im Jahr 2023 gestiegen. Die Technologie biete nicht nur eine effiziente Nutzung von Wasserflächen, sondern trage auch zur Reduzierung des Flächenbedarfs an Land bei, was besonders in dicht besiedelten Regionen von Vorteil sei.

Der Leitfaden zur schwimmenden Photovoltaik (Floating PV) des Fraunhofer-Instituts soll nach dessen Angaben die Markteinführung dieser Technologie unterstützen. Der Leitfaden gibt einen Überblick über die Technologie und deren Potenziale und beschreibt die technischen Komponenten von Floating PV-Anlagen, einschließlich Unterkonstruktionen, PV-Modulen und Wechselrichtern, teilte das ISE Mitte Juli mit. Darüber hinaus werden neue Ansätze zur Optimierung der Energieerzeugung und zur Minimierung ökologischer Auswirkungen vorgestellt. Der Leitfaden, der sich an Kommunen, Unternehmen, Stadtwerke, Energieversorger sowie die interessierte Öffentlichkeit richte,  stützt sich den Angaben zufolge auf Erkenntnisse aus den Projekten durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) sowie das Leistungszentrum Nachhaltigkeit Freiburg (LZN) geförderten „PV2Float“ und „FPV4Resilience“.       

Den Leitfaden finden Sie hier: link.euwid.de/zmfe9

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