Hamburg Wasser will das aufbereitete Grauwasser aus der jetzt in Hamburg-Jenfeld in Betrieb genommenen Recyclinganlage „GRE-Y“ in Kürze auch in den Kühnbachteich einleiten. Das gab das Wasserwirtschaftsunternehmen anlässlich der Inbetriebnahme der Anlage bekannt, die Grauwasser, d.h. gebrauchtes Dusch- und Spülwasser aus dem Wohnquartier Jenfelder Au, zu hochwertigem Brauchwasser aufbereiten und anschließend dem benachbarten ASTOR-Gewerbepark zur Verfügung stellen wird. Dort speist es die Toilettenspülung und kann zusammen mit Regenwasser zur Bewässerung der Grünanlagen genutzt werden – und somit die Ressource Grundwasser schonen. Das bundesweit einmalige Projekt wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.
Nach Angaben von Hamburg Wasser speist sich der mitten im Quartier Jenfelder Au gelegene Kühnbachteich bislang nur durch Niederschlagswasser. Mit der geplanten zusätzlichen Einleitung des Brauchwassers in das Gewässer soll besonders in trockenen Monaten der Wasserspiegel steigen. Durch die Niedrigwasseraufhöhung und Aufrechterhaltung sowie Stabilisierung des Wasserspiegels des Teiches in trockenen Sommermonaten werde das städtische Wasserklima verbessert. So stärke das Projekt Fauna und Flora in und um den Teich.
In dem Zusammenhang erweiterte Hamburg Wasser bereits die Grauwasserpilotanlage durch eine zweite Ultrafiltrationsmembrananlage (Anfang 2024). In der ersten Hälfte des Jahres 2024 wurden die Zuleitung vom Betriebshof zum Kühnbachteich geplant. Der Bau soll von Oktober bis Dezember 2024 dauern. Im Frühjahr 2025 sind die Inbetriebnahme und im Anschluss die erste Einleitung geplant.
Hannemann: Jenfelder Au ist ein „Wasser-Reallabor“
Ingo Hannemann, Sprecher Geschäftsführung von Hamburg Wasser, erklärte: „Die Jenfelder Au ist für uns ein Wasser-Reallabor, in dem wir neue technologische Ansätze zur Abwasserreinigung und Brauchwasserversorgung erproben. Das heute vorgestellte Grauwasserrecycling könnte sich in Zukunft als Kernelement wassersensibler Stadtentwicklung herausstellen. Das Projekt hat somit Bedeutung über das Quartier und die Stadtgrenzen hinaus.“ Hier geht es weiter......
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