Innovative Kläranlage auf Campus der Universität der Bundeswehr

Mit einer innovativen Kläranlage auf dem Campus der Universität der Bundeswehr München können Prof. Christian Schaum und sein Team jetzt das Abwasser der Universität filtrieren und untersuchen. Die effiziente (Ab-) Wasseraufbereitung und -reinigung stelle eine wesentliche Säule für den Gesundheits-, Gewässer- und Ressourcenschutz dar, und angesichts zunehmender Herausforderungen gewinne die Erhöhung der Resilienz an entscheidender Bedeutung, betont Schaum, der Inhaber der Professur für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik ist, in einer Mitteilung.

Analysiert werden auftretende Fehler und Störungen in der (Ab-)Wasseraufbereitung und Maßnahmen zur Bewältigung. Das Besondere sei die (Ab-)Wasseraufbereitung im Technikumsmaßstab. Das ermögliche, Grenzen im Betrieb bis hin zum Betriebsversagen zu untersuchen, was im großtechnischen Maßstab nicht möglich sei, da dies mit direkten Auswirkungen auf den Gesundheits-, Gewässer- und Ressourcenschutz verbunden wäre.

Die Wasseraufbereitung in der Versuchsanlage werde wie bei anderen Kläranlagen durch das Belebtschlammverfahren umgesetzt. Durch den modularen Aufbau der Anlage sei zudem eine maßgeschneiderte Anpassung an individuelle Betriebsanforderungen möglich. Ein zentraler Aspekt der Anlage sei die kontinuierliche Datenerfassung durch Online-Sensoren. Mittels Filtration werde eine zuverlässige Partikelentfernung sichergestellt. Sand und Aktivkohle werden hier als effektive Filtermedieneingesetzt, Druck und Wasserqualität werden in Echtzeit überwacht. Die Einrichtung einer zweistraßigen Versuchsanlage ermögliche präzise Vergleiche und Bewertungen der Ergebnisse. Daten aus diesen Versuchen bilden die Grundlage für die Simulation zukünftiger Störfallszenarien in digitalen Modellen.

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