Das Projekt „Internet of Water Flanders: from water quality sensing to action“ hat den diesjährigen Mülheim Water Award erhalten. Damit wird ein System ausgezeichnet, das die digitale Überwachung der Wasserqualität in ganz Flandern in Echtzeit ermöglicht. Wie das IWW Institut für Wasserforschung mitteilte, nahm Mülheims Oberbürgermeister Marc Buchholz als Schirmherr die Verleihung des Preises im Rahmen des 6. Mülheimer Wasseranalytischen Seminars vor.
Das Projekt umfasst die Entwicklung eines Netzwerks von rund 300 Wasserqualitätssensoren an über 220 flämischen Standorten, deren Daten auf einer IoT-Internet of Things Datenplattform zusammengeführt werden. Über die Website www.waterinfo.be seien sowohl Echtzeit- als auch historische Daten öffentlich zugänglich, erklärte das IWW. Die Plattform biete eine Kombination aus physikalischen Messgrößen wie Temperatur oder pH-Wert und Wasserqualitätsdaten.
Positiv hervorzuheben sei, dass Daten verschiedener Interessensgruppen wie Wasserversorger, Abwasserentsorger, Behörden, Ministerien und Forschungsinstitutionen zusammengeführt werden konnten, so das IWW. Ein weiterer Bestandteil des Projekts sei die Entwicklung verschiedener Warn-Apps gewesen, die sich bereits in der praktischen Anwendung bewährt hätten.
Eingereicht wurde das Projekt von Marleen Spiliers vom flämischen Wasserversorgungsunternehmen De Watergroep als führende Bewerberin einer belgisch-niederländischen Bewerbergruppe. Hierzu gehören Nele Desmet, Piet Seuntjens (Vito), Youri Amerlinck (Aquafin), Marcel Zevenbergen (Imec) und Pieter De Graef (VMM).
Der Mülheim Water Award ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von den in Mülheim ansässigen Unternehmen RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH und Gerstel GmbH & Co. KG gesponsert. Mit ihm werden Projekte zur praxisorientierten Forschung und Entwicklung und zur Anwendung innovativer Konzepte im Bereich der Trinkwasserversorgung und Wasseranalytik ausgezeichnet. Ziel des Preises ist es, einen Anreiz zu schaffen, sich mit realisierbaren Konzepten in der Wasserforschung in Europa auseinanderzusetzen.




