Klärschlammverwertung am Rhein führt Markterkundung für P-Rückgewinnung durch

Die Klärschlammverwertung am Rhein (KLAR) GmbH führt für die Klärschlammverwertung Buchenhofen (KVB) GmbH, die Klärschlammverwertung Ostwestfalen-Lippe (KSV OWL) GmbH und sich selbst ein Markterkundungsverfahren zur Phosphorrückgewinnung durch. Die drei Betreiber von Klärschlammverbrennungsanlagen bitten Anbieter von Technologie oder Dienstleistung zur P-Rückgewinnung aus Klärschlammverbrennungsasche um Interessensmeldung.

Ab 2029 sollen ca. 50.000 Tonnen Asche behandelt werden, heißt es in einem Aufruf der KLAR zum Markterkundungsverfahren. Die Bereitstellung dieser Aschen sei auf 15 Jahre gesichert. Die bei der P-Rückgewinnung entstehenden Wertstoffe sollen vermarktet werden, und verbleibende Abfälle sollen entsorgt werden. In dem Aufruf werden die technischen, gesellschaftsrechtlichen und sonstigen Rahmenbedingungen beschrieben.

Markterkundungsverfahren läuft noch bis zum 12. Mai

Das Markterkundungsverfahren läuft noch bis zum 12. Mai 2025. Die Unterlagen hierfür sind unter www.klar.koeln/ausschreibungen abrufbar. Nach Auswertung der Ergebnisse der Markterkundung wollen die drei Betreiber über das weitere Vorgehen und den daraus abzuleitenden Vergabeprozess entscheiden. Es wird dann voraussichtlich ein EU-weites Vergabeverfahren geben, geht aus dem Aufruf der KLAR hervor.

Wie berichtet, ist die KLAR GmbH ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) Köln, der Bundesstadt Bonn, der Stadtwerke Köln und zwölf weiterer in der Klärschlammkooperation Pool GmbH organisierten Kommunen. Die KLAR baut derzeit in Köln-Merkenich eine Monoklärschlammverbrennungsanlage (MKVA), die 2029 in Betrieb gehen soll. Bei einer jährlichen Kapazität von 37.000 Tonnen Klärschlamm-Trockensubstanz werden 15.000 Tonne Asche pro Jahr anfallen.

Insgesamt fallen rund 50.000 Tonnen Klärschlammverbrennungsasche an

Die KVB GmbH wiederum ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Wupperverbandes, des Aggerverbandes, des Bergisch-Rheinischen Wasserverbandes, der Städte Bergisch Gladbach, Düsseldorf, Münster, Ahlen, Warendorf, Oelde und der TEO AöR. In Wuppertal-Buchenhofen baut das Unternehmen derzeit eine MKVA mit einer Kapazität von 47.500 Tonnen Klärschlamm-Trockensubstanz pro Jahr, wodurch jährlich 19.000 Tonnen Asche entstehen.

Die KSV OWL GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen von 74 Partnern aus der Region. Sie errichtet gemeinsam mit der MVA Bielefeld-Herford als strategischem Partner am Standort der MVA Bielefeld eine neue Klärschlammverbrennungsanlage, die spätestens mit Beginn des Jahres 2028 im Regelbetrieb sein soll. In Bielefeld sollen dann jährlich 35.000 Tonnen Klärschlamm-Trockensubstanz behandelt werden. Die weiteren Mengen von 14.500 Tonnen Trockensubstanz pro Jahr werden bei dem Vertragspartner der Betrem/Innovatherm in Lünen behandelt. Daraus stehen ab 2029 jährlich zusammen ca. 17.000 Tonnen Asche zur Verfügung.

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