Klärwerk Schönerlinde erhält zwei neue Anlagen zur optimierten Abwasserreinigung

Flockungsfiltration und Ozonierung sollen für noch reineren Ablauf sorgen

Im Klärwerk Schönerlinde an der nordöstlichen Peripherie Berlins entstehen bis Mitte 2029 zwei Anlagen zur weitergehenden Abwasserreinigung. Die bereits im Bau befindliche Ozonierungsanlage, der vierten Reinigungsstufe, spalte mit herkömmlicher Technik bisher nicht entfernbare Spurenstoffe auf, teilten die Berliner Wasserbetriebe (BWB) Ende September mit. Und eine Flockungsfiltration – deren Errichtung jetzt beginne – eliminiere letzte Reste des Nährstoffs Phosphor. Gleichzeitig entferne sie die in der Ozonierungsanlage entstehenden Abbauprodukte von Spurenstoffen und sorge damit für klareres Wasser vor allem in der Havel. Beide Anlagen ergänzten die bisherige dreistufige Klärtechnik und sorgten für noch reineren Ablauf.

Die Ozonierungsanlage wird den Angaben zufolge 2027 fertig. Sie spaltet schwer abbaubare organische Spurenstoffe, etwa bestimmte Arzneimittel, durch Oxidation mit Ozon auf. Die entstehenden Transformationsprodukte sind dann biologisch abbaubar bzw. werden durch die Flockungsfiltration zurückgehalten, erläutern die BWB.

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