Modellierungen von Eawag-Forschenden haben gezeigt, dass sich das Volumen von Mischwasserüberläufen durch den Klimawandel mehr als verdreifachen könnte. Allerdings ließe sich eine solche Zunahme durch den kombinierten Einsatz blau-grüner Infrastrukturen wie Versickerungsmulden, Rückhalteteichen und versickerungsfähigen Belägen vermeiden, berichtet das Schweizer Wasserforschungsinstitut. Demnach besteht über die Hälfte des Schweizer Kanalisationsnetzes aus Leitungen, die nicht nur Abwasser sammeln, sondern auch Regenwasser, das von versiegelten Flächen wie Straßen und von Dächern abfließt. Um das Überlaufen von Regenwasser und häuslichem Abwasser zu vermeiden, müsse verhindert werden, dass bei Starkregen zu viel Regenwasser in die Kanalisation abfließt.
Nebst grauer Infrastruktur – wie Mischwasserentlastungsbecken oder unterirdischen Wasserspeichern – gebe es eine Reihe blau-grüner Infrastrukturen (BGI), die dafür sorgen, dass Regenwasser im Boden versickert oder zwischengespeichert wird. Dazu zählen zum Beispiel Gründächer, bepflanzte Versickerungsmulden, versickerungsfähige Beläge oder Teiche. „Dieses Potenzial ist seit längerem bekannt“, sagt Lauren Cook, Gruppenleiterin am Wasserforschungsinstitut Eawag. „Unklar war bisher aber, wie sich der Nutzen von BGI in einem künftigen Klima mit häufigeren Starkniederschlägen verändert und welche Kombination von BGI-Elementen den Mischwasserüberlauf unter diesen Bedingungen am effektivsten reduzieren kann.“ Das habe sie sich mit ihrem Team genauer angeschaut.
In einer ersten Studie haben die Forschenden für sechs verschiedene Klimaszenarien modelliert, wie sich der Mischwasserüberlauf in der Zürcher Gemeinde Fehraltorf in Zukunft verändern könnte. Erfahren Sie mehr über die Forschungsergebnisse........




