Je mehr Wasser ein Boden speichern kann, desto größer ist die Kühlleistung – diese Feststellung trifft eine Bewertung der Kühlleistung der Böden, die das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) vorgenommen hat. Über einen Zeitraum von 30 Jahren betrachtet werde deutlich, dass die mittlere Kühlleistung von versiegelten, städtischen Flächen wie beispielsweise in Braunschweig und Wolfsburg sehr gering sei, im nicht bebauten Umland hingegen sehr hoch, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des LBEG. Oberflächennah anstehendes Grundwasser begünstige die Kühlung der Umgebung.
Je geringer die Versiegelung ist, desto höher falle auch die Kühlleistung der Böden aus. Unversiegelte Böden und die darauf wachsenden Pflanzen wirkten im Gegensatz dazu durch die Verdunstung des Bodenwassers kühlend auf das Umfeld. Diese Böden erbringen eine deutlich höhere Kühlleistung und wirken damit der städtischen Überhitzung entgegen. „Um der Überhitzung in Städten zukünftig zu begegnen, sollten versiegelte Böden – wo immer es möglich ist – entsiegelt und die Neuversiegelung von Böden vermieden werden“, erklärte Jan Bug, Bodenschutz-Fachexperte beim LBEG.
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