Laut einer neuen Studie ist die Lichtfarbe für die Mikroalgen und das Ökosystem See entscheidender als bislang angenommen. Auf das Phytoplankton sind höhere Organismen in Gewässern wie Wasserflöhe, Ruderfußkrebse oder Fische angewiesen. Die mikroskopisch kleinen Algen spielen auch eine entscheidende Rolle für das Klima, da sie in den Seen und Meeren weltweit erhebliche Mengen an CO2 aufnehmen und Sauerstoff produzieren. Die nötige Energie dafür bezieht das Phytoplankton aus dem Sonnenlicht, das in das Wasser eindringt. Auch das Farbspektrum ist in diesem Prozess entscheidend, von Violett über Indigo, Blau, Grün, Gelb und Orange bis hin zu Rot, den Farben des Regenbogens.
Diese Lichtfarben beeinflussen nicht nur das Phytoplankton, sondern auch die Nahrungsbeziehungen im See, zeigt die Studie des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg, die in Zusammenarbeit mit der Universität Greifswald entstand und in der Fachzeitschrift „Journal of Ecology“ veröffentlicht wurde. „Bislang hat sich die Forschung zu ökologischen Prozessen in Gewässern vor allem auf die Lichtmenge konzentriert“, sagt Studienautor Sebastian Neun aus der Arbeitsgruppe Planktologie am ICBM. „Wir können nun zeigen, dass auch die Lichtfarbe unmittelbaren Einfluss auf das Phytoplankton und nachfolgend die Nahrungsbeziehungen im Ökosystem See hat.“ Lesen Sie mehr.........




