Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hat einen frei verfügbaren Leitfaden veröffentlicht, der Interessierten und Betroffenen schnelle erste Orientierungshilfe bei Problemen mit Seen bieten soll. Die Publikation gibt eine kompakte Übersicht über die fachlichen Grundlagen und zeigt wichtige erste Schritte auf, teilte das IGB mit. „Im Idealfall kann so nach der ersten Beobachtung einer Zustandsveränderung oder eines konkreten Problems ein gut koordinierter und strukturierter Prozess entstehen, der dem See und allen, die ihn schützen und nachhaltig nutzen möchten, weiterhilft“, erläutert Prof. Michael Hupfer, Co-Autor und Experte für Seenrestaurierung.
Gerade im Sommer scheinen Seen häufiger aus dem Gleichgewicht zu geraten: trübes Wasser und Gestank, starke Algenblüten, Fischsterben, Massenwachstum oder Verschwinden von Wasserpflanzen, sinkende Wasserstände, erläutert das IGB. Dann stellten sich für Kommunen, Verbände oder Bürgerinnen und Bürger plötzlich viele Fragen: Was ist passiert und handelt es sich tatsächlich um ein ernsthaftes Problem mit Handlungsbedarf? Wenn ja, wie kann man es richtig angehen und gute Entscheidungen treffen? Wer ist zuständig, wer hat die notwendigen Kompetenzen? Und woher kommen die notwendigen finanziellen Mittel? Gerade der Beginn eines solchen Prozesses könne unübersichtlich sein.
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