Die Modernisierung des Wasserwerks Egelstal des Zweckverbandes Nordstetter Wasserversorgungsgruppe schreitet mit der ab dem 4. November geplanten Inbetriebnahme der zentralen Enthärtungsanlage voran. Wie der Zweckverband berichtet, funktioniert die Anlage auf Basis der Membranfiltration, das heißt härtebildende Mineralien werden durch feinste Poren zurückgehalten, so dass das Trinkwasser künftig mit einem weicheren Härtegrad an die Verbraucher abgegeben werden kann. Der bisherige Härtebereich liege bei 15,1 Grad deutscher Härte (Härtebereich „Hart“), und der künftige Härtebereich betrage für alle Versorgungsbereiche 8,2 Grad deutscher Härte (Härtebereich „Weich“).
Der Zweckverband führt nach eigenen Angaben bereits seit Ende 2022 umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen in dem in Horb-Mühlen gelegenen Wasserwerk durch. Von dort werden fast 15.000 Einwohner in den Horber Stadtteilen Ahldorf, Betra mit Neckarhausen, Dettensee, Isenburg, Mühringen und Nordstetten, in Empfingen mit Wiesenstetten und Dommelsberg sowie im Stadtgebiet Haigerloch die Orte Bad Imnau und Trillfingen, sowie in Starzach die Orte Bierlingen und Felldorf mit Neuhaus mit Wasser versorgt.
Die in die Jahre gekommenen Pumpen und Anlagen des zentralen Wasserwerks im Neckartal werden durch eine neue, dem aktuellsten Stand der Technik entsprechende Aufbereitungsanlage samt energieeffizienten Pumpensysteme ersetzt. Auch die bisherige Chlorung des Wassers wird dann umgestellt auf ein Desinfektionsverfahren, bei dem nur noch Kochsalztabletten zum Einsatz kommen. Außerdem wurde zur Versorgungssicherheit im Verbandsgebiet ein Notstromaggregat installiert. Insgesamt investiert die Nordstetter Wasserversorgungsgruppe in dieses Großprojekt rund 5,5 Mio. Euro, knapp die Hälfte hiervon wird aus Landesmitteln bezuschusst.




