Eine Projektgruppe unter Leitung des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) hat ein Papier erarbeitet, das am Beispiel des besonders von Trockenheit und Hochwasser betroffenen Landkreises Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt aufzeigen soll, wie vorausschauendes Grundwassermanagement aussehen kann. Wie das ISOE berichtet, haben alle Interessengruppen, von der Landwirtschaft über den Wasserversorger bis hin zu Landesbetrieben und Umweltverwaltung, gemeinsam Lösungsvorschläge zum nachhaltigen Schutz des Grundwassers entwickelt.
Im Landkreis Mansfeld-Südharz habe sich der örtliche Wasserversorger wegen Uranfunden im Grundwasser bereits 2018 für einen Anschluss an die Fernwasserversorgung entschieden. Seitdem sei der Landkreis weitgehend abhängig von der Rappbodetalsperre als einziger Versorgungsquelle. Durch den Verlust von Wasserschutzgebieten und durch die Auswirkungen des Klimawandels könnten Grundwasservorkommen in Zukunft erheblich beeinträchtigt sein und wichtige Funktionen wie die Notversorgung nicht mehr garantieren. Solche Herausforderungen und Unsicherheiten ebneten den Weg für die ISOE-Nachwuchsforschungsgruppe regulate, als sie 2021 versuchte, alle identifizierbaren Interessenvertreter*innen im Landkreis an einen Tisch zu bringen, heißt es seitens des ISOE.
Beim Thema Wasser stehen sich demnach im politischen Alltag Bauernverbände, Forstwirte, Wasserversorger, Umweltschützer, Landesbetriebe für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft und die Verwaltung oft unversöhnlich gegenüber. Dass die Projektgruppe alle an der Wassernutzung interessierten Parteien erfolgreich an einen Tisch gebracht habe, sei wegweisend. Lesen Sie mehr über das Leitbild..........




