Der Bundesverband deutscher Banken (BdB), der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) haben eine Handreichung zur Bereitstellung von ESG-Daten veröffentlicht. Sie soll Stadtwerke und Versorgungsunternehmen dabei unterstützen, Nachhaltigkeitsdaten gezielt und strukturiert aufzubereiten, abgestimmt auf die Anforderungen von Banken und Versicherern, teilte der GDV mit. Im Interesse einer praxisorientierten und anwenderfreundlichen Ausgestaltung sei die Handreichung mit dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) erörtert worden.
Mit ihrer Veröffentlichung wollen die Verbände die nachhaltige Transformation aktiv begleiten. Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG) bleiben für die Finanzwirtschaft sowohl regulatorisch als auch strategisch ein zentrales Thema, betont der GDV. Umso wichtiger sei es, praxisnahe Unterstützung bereitzustellen, die sowohl Unternehmen als auch ihren Finanzierungspartnern helfen, Nachhaltigkeits- und Risikoanforderungen effizient umzusetzen.
Die Handreichung richtet sich an Unternehmen der kommunalen Daseinsvorsorge, so auch Wasserver- und Abwasserentsorger. Ziel sei es, diesen Unternehmen die strukturierte Bereitstellung von ESG-relevanten Informationen zu erleichtern, unabhängig davon, ob sie Nachhaltigkeitsberichte nach der CSRD (Corporate Social Responsibility Directive) erstellen müssen oder nicht.
In der Handreichung berücksichtigt würden typische sektorbezogene Datenbedarfe, wie sie Banken und Versicherer für ihre Risikoanalysen, Offenlegungspflichten und nachhaltigkeitsbezogenen Finanzentscheidungen benötigen, hieß es weiter. Das Dokument ergänze den sektorübergreifenden ESG-Datenkatalog, den die drei Verbände im vergangenen Jahr gemeinsam vorgestellt haben, und übertrage dessen Struktur auf die besonderen Anforderungen der Stadtwerke und Versorgungsunternehmen.
Für Stadtwerke und Versorgungsunternehmen bedeute das mehr Orientierung in der ESG-Regulierung und insbesondere weniger Aufwand durch mehrfach gestellte Einzelfragen, so der GDV. Gleichzeitig unterstütze die Handreichung die einheitlichere Erhebung von Nachhaltigkeitsdaten und unterstützt damit die aktive Begleitung von Transformationsvorhaben durch Banken und Versicherer. o
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