Neue Studie: Sedimente der Ahr belegen das wiederholte Auftreten extremer Hochwasser

Daten aus Auenablagerungen zur Rekonstruktion von Ereignissen

|
|

Wiederkehrende hochenergetische Flutereignisse sind im Ahrtal nicht die Ausnahme, sondern die Regel – und das in Zeiträumen von Jahrhunderten bis Jahrtausenden. Das zeigt eine gerade in der Fachzeitschrift „Earth Surface Processes and Landforms“ veröffentlichte Studie unter Federführung der Universität Leipzig. Die untersuchten Flusssedimente dokumentieren das Sommerhochwasser von 2021 sowie mindestens drei weitere Hochwasserereignisse in den vergangenen 1.500 Jahren, die, gemessen an den sedimentologischen Parametern, eine vergleichbare Stärke aufwiesen.

In Deutschland verursachen Hochwasserereignisse mehr als die Hälfte der durch Umweltgefahren bedingten ökonomischen Schäden. Das Ausmaß des Ahrhochwassers im Juli 2021 übertraf die Prognosen davorliegender Hochwassergefahrenanalysen bei Weitem. Grund für die erhebliche Unterschätzung der Gefahr war, dass die damaligen hydrologischen Modelle ausschließlich instrumentelle Abflussmessungen berücksichtigten. Da die Aufzeichnungsperiode erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann, wurden davorliegende extreme Hochwasserereignisse in der Gefahrenanalyse nicht berücksichtigt, berichtet die Universität Leipzig

Forschende aus der Geographie und Geophysik belegen nun erstmals das Potential sedimentologischer Daten aus den Auenablagerungen der Ahr für die Rekonstruktion vergangener, extremer Hochwasserereignisse. Hier geht es weiter.........

Weiterlesen mit

Sie können diesen Artikel nur mit einem gültigen Abonnement und nach erfolgter Anmeldung nutzen. Registrierte Abonnenten können nach Eingabe ihrer E-Mail-Adresse und ihres Passworts auf alle Artikel zugreifen.
- Anzeige -

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -