Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue, effiziente Methode entwickelt, um Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) aus dem Trinkwasser herauszufiltern. Sie setzen dabei auf sogenannte metall-organische Gerüstverbindungen. Laut einer Mitteilung der TUM identifizierte das Team um Nebojša Ilić vom TUM-Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft und Prof. Soumya Mukherjee, im Studienzeitraum „Alexander von Humboldt“-Post-Doktorand am TUM-Lehrstuhl für Anorganische und Metallorganische Chemie und inzwischen Assistant Professor an der University of Limerick, wasserstabile metall-organische Gerüstverbindungen aus Zirkonium-Carboxylat als besonders effektive Filter.
Das Material zeichne sich durch seine anpassbare Porengröße und Oberflächenchemie aus. Es sei wasserbeständig und stark elektrostatisch geladen. Durch die gezielte Gestaltung der Strukturen und die Kombination mit Polymeren sei die Filterkapazität im Vergleich zu bereits eingesetzten Materialien wie Aktivkohle und speziellen Harzen erheblich verbessert worden. Prof. Jörg Drewes, Lehrstuhlinhaber für Siedlungswasserwirtschaft, betonte die große gesellschaftliche Bedeutung des Untersuchungsergebnisses: „PFAS stellen eine ständige Bedrohung für die Gesundheit der Bevölkerung dar. Zu lange wurden die negativen Auswirkungen der Chemikalien, die u.a. dafür sorgen, dass Regenjacken wasserdicht und zugleich atmungsaktiv sind, unterschätzt. Inzwischen hat hier in der Industrie ein Umdenken eingesetzt, aber die Altlasten durch PFAS werden uns noch für mehrere Generationen beschäftigen.“
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