Gut ein Dreivierteljahr nach Wiederaufnahme der Produktion arbeitet die auf Phosphordünger aus Klärschlammverbrennungsaschen spezialisierte Seraplant GmbH weiter daran, Prozesse und Verfahren zu optimieren. Die jährliche Verarbeitungskapazität von etwa 37.000 Tonnen Asche sei technisch möglich und dauerhaft nutzbar, sagte Daniel Schubert, Geschäftsführer des in Haldensleben ansässigen Unternehmens, im Gespräch mit EUWID.
Wie berichtet, ist die Seraplant GmbH seit Jahresbeginn im Rahmen eines Insolvenzplans saniert. Seitdem wurde die Anlagen- und Verfahrenstechnik immer weiter optimiert. Das Unternehmen hat zusammen mit der Glatt Ingenieurtechnik GmbH ein P-Rückgewinnungsverfahren entwickelt, das auf der Sprühgranulation von Klärschlammasche basiert. Dieses Verfahren ermöglicht die Herstellung von Phosphatdüngemitteln, die einen geringeren Gehalt an Uran und Cadmium aufweisen als herkömmliche Phosphatdünger. Aus einer Tonne Asche können 1.425 Kilogramm Dünger gewonnen werden.
Momentan verarbeite Seraplant nur Aschen, die den Vorgaben der Düngemittelverordnung entsprechen, sagte Schubert. Mit einem Partner sei man noch im Gespräch einer Vorentwicklung, um künftig eine vorgelagerte Schwermetallfällung aus den behandelten Aschen zu ermöglichen. Darüber hinaus habe Seraplant die Zertifizierung für eine CE-Zulassung des Phosphatdüngers angestoßen. Er rechne spätestens im dritten Quartal 2026 mit der Zulassung, so Schubert. Das Verfahren sei allerdings sehr aufwändig, intransparent und teuer.
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