Um in Zukunft besser gegen die Trockenheit gewappnet zu sein, wird die Wiederverwendung von gereinigtem und hygienisiertem Wasser aus Kläranlagen europaweit und auch in Deutschland politisch vorangetrieben. Im Rahmen des bundesgeförderten Forschungsprojekts „Flexitility“ hat jetzt die zweite Saison der landwirtschaftlichen Bewässerung begonnen. Beregnet werden fünf ha Ackerland für die Produktion von Energiepflanzen mit Wasser, das zuvor in der Brandenburger Kläranlage Uebigau technisch aufwändig gereinigt und zusätzlich mittels einer UV-Anlage hygienisiert wurde. Das berichtet das inter 3 Institut für Ressourcenmanagement, das die Projektleitung innehat.
Das Forschungsprojekt reagiere damit auf die zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels. Brandenburg zählt seit Jahren zu den trockensten Regionen Deutschlands und auch in diesem Frühling hat es zu wenig geregnet. Hinzu kommt laut inter 3, dass der sandige Boden das Wasser aus den wenigen Niederschlägen kaum speichern kann. Viele Landwirte im südlichen Brandenburg rechnen wie schon in den vergangenen zehn Jahren mit teils erheblichen Ernteausfällen. Da leuchte es ein, dass die Wasserwiederverwendung ein wichtiger Baustein in der Klimaanpassung werden müsse.
Nachdem die UV-Anlage und das Bewässerungssystem bereits vor zwei Jahren für einen ersten Testzeitraum eingeweiht wurden, werden nun erste Forschungsergebnisse mit Daten des neuen Versuchsfelds abgeglichen und erweitert. Erfahren Sie mehr.........




