Die Erforschung neuer Verfahren zur Sanierung PFAS-belasteter Böden erhält Fördergelder des Landes Baden-Württemberg in Höhe von 1,2 Mio. Euro. Die Mittel fließen in das im Oktober 2025 gestartete Forschungsprojekt SPIRIT („Strategien für die PFAS in-situ-Reinigung mittels innovativer Technologien“), das von der Universität Stuttgart gemeinsam mit dem DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW) durchgeführt wird. Ziel ist es, Technologien zu entwickeln und zu erproben, mit denen PFAS direkt im Boden behandelt werden können, ohne belastetes Material ausheben und entsorgen zu müssen.
Hintergrund ist die großflächige PFAS-Kontamination in den Regionen Rastatt/Baden-Baden und Mannheim. Dort sind nach Angaben des Umweltministeriums rund 1.700 Hektar landwirtschaftliche Flächen belastet. Die Verunreinigung geht auf Komposte zurück, denen belastete Papierschlämme beigemischt wurden. Inzwischen sind PFAS in das Grundwasser eingedrungen; im Raum Rastatt/Baden-Baden sind auch Trinkwasserfassungen betroffen. Seit Beginn der Aufarbeitung im Jahr 2013 hat die öffentliche Hand nach Ministeriumsangaben rund 26 Mio. Euro für Maßnahmen zur Schadensbewältigung aufgewendet.
Ein zentrales Problem besteht darin, dass in den Böden weiterhin große Mengen so genannter PFAS-Vorläuferverbindungen gebunden sind. Diese können über lange Zeiträume in mobile PFAS umgewandelt werden und so das Grundwasser weiter belasten. Erfahren Sie mehr..........




