Regelbetrieb der Hamburger Großanlage zur P-Rückgewinnung startet frühestens 2026

Technische Erweiterungen bis Ende 2025 / Mindestens 8 Mio. Euro Mehraufwand

Der vollautomatisierte Regelbetrieb der Hamburger Großanlage zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlammasche verzögert sich bis mindestens 2026. Grund seien technische Erweiterungen, die bis Ende 2025 umgesetzt werden sollen, teilte der kommunale Trinkwasserver- und Abwasserentsorger Hamburg Wasser mit. Die von Hamburg Wasser als Mehrheitseigner geführte Hamburger Phosphorrecyclinggesellschaft Hphor plane, hierzu weitere mindestens acht Mio. Euro in das Projekt auf der Hamburger Kläranlage zu investieren. Das Projekt werde eng von den leitenden Gremien begleitet. Die Kostenprognosen würden regelmäßig aktualisiert und dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt.

Die Phosphorrecyclinganlage „Hphor“ ist den Angaben zufolge für gut 23,5 Mio. Euro errichtet worden und 2021 in den Probebetrieb gegangen, nachdem von 2015 bis 2016 eine Pilotanlage auf dem Klärwerk Hamburg betrieben worden war. Durch die jetzt angekündigten Arbeiten sollen Verfahrensoptimierungen erreicht werden, die für den Regelbetrieb und für die Beseitigung von im Probebetrieb erkannten Schwachstellen erforderlich sind. Trotz der geplanten Arbeiten sieht sich Hamburg Wasser weiterhin voll im Zeitplan, um die Vorgaben der 2017 novellierten Klärschlammverordnung, die die P-Rückgewinnung ab 2029 verpflichtend vorsieht, umzusetzen. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Anlage im Jahr 2026 in den vollautomatisierten Dauerbetrieb übergeht.

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