Die langjährige, umfangreiche Renaturierung der Wupper in Wuppertal befindet sich auf der Zielgeraden. Der letzte Abschnitt des Stadtflusses Wupper wird nun in einem gut ein km langen Gewässerabschnitt am Hardtufer wieder mit natürlichen Strukturen versehen, teilte der Wupperverband mit, der das Gewässerbett in Kooperation mit der Stadt Wuppertal ökologisch wertvoller gestaltet. Dadurch verbessern sich die Lebensbedingungen für Fische und Kleinstlebewesen. Bei dem Flussabschnitt handelt es sich um den Bereich, der sich von der Agentur für Arbeit bis hinter die Gerichtsinsel erstreckt.
In das Gewässerbett werden den Angaben zufolge große Steine eingesetzt, die für eine natürlichere Struktur sorgen sollen. So entstehen Bereiche mit unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten. Hinter den Steinen entstehen ruhigere Bereiche, die von Fischen als Ruhezonen oder Laichplatz genutzt werden können. Auch werden so genannte Gumpen ausgehoben, etwas tiefere Bereiche, die für Strömungsvarianzen sorgen und die Strukturvielfalt der Sohle erhöhen.
Wenn die Maßnahme abgeschlossen ist, ist das letzte Stück von 15 km Wupper im Wuppertaler Stadtgebiet naturnah umgestaltet. Auch Unternehmen haben das Projekt entlang ihrer Grundstücke und Firmengelände unterstützt. Der Stadtfluss wird seit dem Jahr 2006 schrittweise umgestaltet. Die Investitionen für den aktuellen Bauabschnitt betragen 450.000 Euro. Die Maßnahme zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie wird zu 80 Prozent vom Land NRW gefördert.




