Der Energiekonzern RWE hat bei der Bezirksregierung Köln die Errichtung und den Betrieb von zwei weiteren Linien zur Klärschlamm-Monoverbrennung am Standort Hürth-Knapsack beantragt. Es handele sich um die Linien 3 und 4, teilte der Konzern gegenüber EUWID mit. Sie sollen aus einer stationären Wirbelschichtfeuerungsanlage bestehen und jeweils 180.000 Tonnen mechanisch entwässerten Klärschlamm pro Jahr behandeln können. Die Monoverbrennung von Klärschlämmen zähle zu den Zukunftsgeschäftsfeldern der RWE Power AG, da ab 2030 keine Braunkohle zur Mitverbrennung mehr zur Verfügung stehe.
Die Linien 1 und 2 der Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage mit gleicher Entsorgungskapazität sind bereits im Bau. Linie 1 soll im Jahr 2026 und Linie 2 im Jahr 2027 fertiggestellt werden. Für beide gebe es schon Partner, die wesentliche Klärschlammmengen anliefern werden, erklärte der Konzern. Die RWE Power AG ist strategischer Partner der Klärschlamm Kooperation Rheinland (KRR). Das Unternehmen hat sich mit dem Erftverband und dem Wasserverband Eifel-Rur darauf verständigt, ab 2029 bis mindestens Ende 2058 jährlich 148.000 Tonnen mechanisch entwässerten Klärschlamm in der neuen Anlage zu verbrennen. Die ab 2029 verpflichtende Phosphorrückgewinnung ist dabei nicht Teil der Vereinbarung.
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