Stadtwerke Emsdetten vereinbaren neues Verbundsystem mit Gemeinde Rosendahl

Die Stadtwerke Emsdetten (SWE) und die Gemeinde Rosendahl schaffen im westlichen Münsterland ein gemeinsames Verbundsystem, um die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser zu stärken. Die Verträge sehen vor, dass nach dem Bau einer neuen Transportleitung durch die SWE eine wechselseitige Versorgung ermöglicht wird, teilten die Stadtwerke mit. Der Lückenschluss komme in erster Linie den Berggemeinden Laer, Horstmar, Schöppingen und Metelen zugute. Rosendahl profitiere im Schadensfall von der möglichen Rücklieferung von Trinkwasser durch die Redundanzleitung.

Voraussetzung für die wechselseitige Belieferung sei der Bau einer rund acht Kilometer langen Verbindungsleitung zwischen dem Trinkwasserbehälter Schöppinger Berg und dem Trinkwassernetz Rosendahl im Ortsteil Darfeld. Wenn die Leitung zwischen Schöppingen und Darfeld in Betrieb geht, tritt der langfristige Vertrag zwischen den SWE und den Stadtwerken Coesfeld in Kraft, der bereits im März 2024 geschlossen wurde, erklärten die SWE.

„Durch den Bau der neuen Transportleitung schließen wir uns einem weiteren Verbundsystem an, über das eine wechselseitige Wassernotbelieferung ermöglicht wird“, sagte SWE-Geschäftsführer Jürgen Schmidt. Die Redundanzleitung zwischen Rosendahl und Schöppingen sei ein gelungenes Beispiel für gelebte interkommunale Zusammenarbeit, erklärte der Bürgermeister der Gemeinde Rosendahl, Christoph Gottheil. „Gerade auch in Zeiten des Klimawandels und der damit verbundenen Trockenperioden liegt darin ein wichtiger Vorteil der verstärkten Zusammenarbeit“, betonte er.

Die SWE sind als Trinkwasserversorger in sechs Kommunen mit insgesamt über 70.000 Einwohnern überwiegend als Konzessionär, aber auch als Betriebsführer und Wasserlieferant aktiv. Seit einigen Jahren würden verschiedene Möglichkeiten der Steigerung der Versorgungssicherheit für die Wasserversorgung in Horstmar, Laer, Metelen und Schöppingen untersucht, so der Versorger.

Anfang Juli wurden für Horstmar, Metelen und Schöppingen neue Konzessionsverträge geschlossen, die die Wasserversorgung für die kommenden bis zu 40 Jahre absichern sollen. „Dadurch wird nicht nur eine strategische, sondern auch eine weiterhin kostengünstige und qualitativ hochwertige Wasserversorgung in den Berggemeinden gewährleistet“, erklärten die SWE.

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