Stadtwerke Jülich warnen vor Wasserknappheit

Die Stadtwerke Jülich warnen vor einer Wasserknappheit in Jülich. Die Grundwasserstände seien aufgrund der aktuellen Hitzeperiode und des vergleichsweise geringen Niederschlags gesunken. Gleichzeitig habe sich der Wasserverbrauch in den letzten Wochen verdoppelt. Das führe dazu, dass die Vorräte schwinden, teilte der Wasserversorger mit.

Der Technische Leiter der Stadtwerke Jülich, Uwe Macharey, appelliert daher an die Bürger, ihren privaten Wasserverbrauch „sachgerecht anzupassen“. Konkret bedeute das, dass sie zum Beispiel auf das Wässern von Rasenflächen und Tennisplätzen sowie auf das Befüllen von Pools verzichten. Auch im Haushalt sollten sie sehr bewusst mit der Ressource Wasser umgehen.

„Diese Maßnahmen sind notwendig, damit wir jederzeit ausreichend Trinkwasser zur Verfügung haben“, begründet Macharey seinen Appell. Denn die Wasserverbräuche befänden sich auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. „Gerade in den Nachtstunden, in denen sich die Wasserspeicher normalerweise nachfüllen, hat sich der Verbrauch nahezu verdoppelt“, erklärte er.

„Wir haben drei eigene Tiefbrunnen, die Wasser aus einer Tiefe von 130 Metern befördern“, sagte Macharey. Zwar hätten die Stadtwerke zwei große Reservoirs, die bis zu 5.000 Kubikmeter Wasser speichern können. „Die dortigen Vorräte werden aber zunehmend kleiner“, warnte er. Umso wichtiger sei der Bau eines neuen Wasserwerks, wodurch deutlich höhere Aufbereitungskapazitäten und Abgabemengen möglich seien.

„Wir hoffen, dass wir auf diese Weise die Situation gemeinsam meistern und Verbote für bestimmte Nutzungen von Trinkwasser umgehen können“, machte der Technische Leiter deutlich. Wie lang die Wasserknappheit in Jülich andauern wird, sei zurzeit nur schwer vorherzusagen. Das sei abhängig vom Wetter und den Niederschlägen, hieß es.

- Anzeige -

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -