Nach mehrjährigen Planungen starten die Stadtwerke Tübingen (swt) im Frühjahr 2025 den Bau eines neuen Trinkwasser-Hochbehälters auf der Anhöhe „Käppele“ zwischen Derendingen und Weilheim. Der Hochbehälter soll in erster Linie als neuer „Gegenspieler“ für den Mischwasserbehälter „Sand“ die Wassernetzinfrastruktur verstärken, heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke. Dank seines großen Speichervolumens und durch seine strategische Positionierung schaffe er die Voraussetzungen für ein erweitertes, moderneres und versorgungssicheres Trinkwassernetz der Zukunft.
Der neue Hochbehälter werde nach einer rund zweijährigen Bauzeit ein Eckpfeiler der Wasserversorgung der Universitätsstadt – mit zwei Kammern und einer Speicherkapazität von zwei Mio. Litern Trinkwasser. Nachdem die Stadtwerke über viele Jahre hinweg eine neue Transportwasserleitung quer durch die Stadt verlegt haben, nehmen sie nun mit dem Bauprojekt einen großen Meilenstein in Angriff.
Seit fast zehn Jahren arbeiten die swt an der Modernisierung des Tübinger Trinkwassernetzes, heißt es weiter. Die Verlegung neuer, größerer und moderner Transportwasserleitungen bilde dabei die Basis für die neue Wassernetzinfrastruktur. Großes Ziel dabei sei eine neue und größer dimensionierte Transportwasserleitung auf der Hauptachse zwischen dem Wasserbehälter Sand und dem neuen Standort Käppele. In den letzten Jahren haben die swt deshalb schon viele Kilometer neue Transportwasserleitung quer durch die Stadt verlegt und ihren auf viele Jahre angelegten Modernisierungsplan abschnittsweise vorangetrieben.
Der optimale Standort für den neuen Wasserbehälter liegt in einem Waldstück. Das Baufeld wurde bereits im November gerodet, auch wenn die eigentlichen Bauarbeiten erst im Frühjahr 2025 beginnen. Damit haben die swt den gesetzlichen Vorschriften der Vegetations-, Brut- und Setzzeiten im Gebiet Rechnung getragen. In der Tübinger Innenstadt gibt es auf dem Österberg noch den Wasserbehälter Stauffenberg, der ebenfalls eine wichtige Rolle im Wassernetzsystem einnimmt.




