Bei den Harzwasserwerken und ihren Partnern beginnen erste Forschungsarbeiten für eine resiliente und nachhaltige Wasserversorgung und eine optimierte Talsperrensteuerung bei Extremwetter. Das interdisziplinäres Forschungsprojekt OPTALS – „Optimale Steuerung von Talsperrensystemen unter sich ändernden Bedingungen im globalen Wandel" – habe zum Ziel, innovative Managementstrategien und Steuerungsinstrumente für Talsperren- und Wasserwerksysteme zu entwickeln. Das teilten die Harzwasserwerke Mitte Juni mit. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) habe eine Förderung bewilligt.
Mithilfe von Echtzeitdaten sowie Kurz-, Mittel- und Langfristprognosen sollten die Resilienz und Nachhaltigkeit von Wasserversorgungssystemen verbessert werden - insbesondere unter Bedingungen wie Wasserknappheit oder Verschlechterung der Wasserqualität, so die Harzwasserwerke. Untersucht werde dies am Beispiel des Westharzes mit den Talsperren der Harzwasserwerke. Langfristig sollten die entwickelten Lösungen auch auf weitere Talsperrensysteme in deutschen Mittelgebirgen übertragbar sein.
In dem Projekt übernehmen die Harzwasserwerke nach eigenen Angaben die Leitung zweier Arbeitspakete: Ziel des Pakets „Optimierung des Wasserwerksverbunds“ sei die Entwicklung eines Modells zur energie- und ressourceneffizienten Steuerung der Wasserwerke auf Basis von Rohwassergüteprognosen. Im Rahmen des Pakets „Implementierung der Talsperrensteuerung“ sollten die im Projekt entwickelten Steuerungsstrategien in den laufenden Betrieb integriert werden, um Trinkwassersicherheit, Hochwasserschutz, Niedrigwasseraufhöhung und Energieerzeugung optimal auszubalancieren.
Zusätzlich unterstützen die Harzwasserwerke auch mit ihrem Zentrallabor die Probenahme- und Analysekampagne - mit einem besonderen Fokus auf die Untersuchung von Huminstoffen.
Koordiniert wird das Vorhaben den Angaben zufolge durch die Leibniz Universität Hannover, die unter anderem die hydroökologische Modellierung und die Auswertung klimatischer Prognosedaten übernehme. Weitere Projektpartner sind das Leichtweiß-Institut der TU Braunschweig, die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt sowie das Institut für sozial-ökologische Forschung.




