In Deutschland leisten 2.634 Betriebe mit eigenen Abwasserbehandlungsanlagen einen Beitrag zum Schutz der Umwelt, allein 1.120 davon im Einzugsgebiet des Rheins und 596 an der Elbe. Darauf hat das Bundesumweltministerium (BMUV) Anfang März in einer Mitteilung hingewiesen, die sich auf Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) zur nichtöffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung für 2022 bezieht.
Die Betriebe setzten dabei sowohl mechanische, chemische, chemisch-physikalische als auch biologische Behandlungsmethoden mit oder ohne zusätzliche Verfahrensstufen ein, und geben für ausschließlich statistische Zwecke Auskunft über zum Zeitpunkt der Wiedereinleitung verbliebene Stickstoff-, Phosphor- oder Quecksilberbelastungen. Die Überwachung von Grenzwerten obliege allein den zuständigen Umweltbehörden und sei keine Aufgabe der amtlichen Statistik, betont das BMUV.
Bei der Betrachtung betriebseigener Abwässer werde deutlich, dass knapp 86 Prozent aus Kühlsystemen stammen. Insbesondere die Wasserverwendung für Produktionsprozesse und Belegschaftszwecke führe dazu, dass bundesweit rund ein Fünftel der Abwässer, die in Betrieben anfallen oder diesen zugeleitet werden, vor einer Einleitung in Gewässer in eigenen oder kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen aufbereitet werden. Besonders hoch ist den Angaben zufolge der Anteil bei der Getränkeherstellung, in der Textilindustrie sowie bei der Herstellung von Holz-, Korb- und Korkwaren sowie Papier und Pappe. Bei den übrigen vier Fünfteln direkt in Gewässer eingeleiteten Abwässer handle es sich mit 91 Prozent mehrheitlich um Kühlwasser.




