EEW Energy from Waste hat in Stavenhagen ihre Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage (KVA) in den Regelbetrieb überführt. Nach einer intensiven Testphase und anschließender Optimierung sei die Anlage nun voll funktionsfähig, teilte der Anlagenbetreiber in Helmstedt mit. Mit moderner Technologie und Fokus auf Umwelt- und Klimaschutz setze die KVA Stavenhagen neue Maßstäbe in der Klärschlammverwertung.
„Mit dieser Anlage leisten wir einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Energiegewinnung und Ressourcenschonung“, sagte Joachim Manns, COO der EEW-Gruppe. Durch die Verwertung der Klärschlämme unterstütze EEW den gesellschaftlichen Willen zum Schutz der Böden und Grundwässer, indem die in den Schlämmen enthaltenen Schadstoffe nachhaltig entsorgt werden.
Wie berichtet, hat EEW in den Bau der KVA etwa 63 Mio. Euro investiert. Die Anlage ist auf bis zu 160.000 Tonnen entwässerten Klärschlamm pro Jahr ausgelegt und kann damit das gesamte Aufkommen von Mecklenburg-Vorpommern abdecken. Aus dem Schlamm können jährlich 15.000 Tonnen phosphathaltige Asche gewonnen werden. Die Asche soll zunächst zwischengelagert werden. EEW setzt bezüglich der Phosphorrückgewinnung aber auf Kooperationen mit unterschiedlichen Technologieanbietern.
Die bei der Brüdenkondensation aus der Abwärme gewonnene Energie soll unter anderem für die Fernwärmeversorgung von Stavenhagen genutzt werden. „In einem ersten Schritt decken wir damit den Wärmebedarf von rund 2.500 Einwohnern, deren Wohnungen bereits an das Fernwärmenetz angeschlossen sind“, so Birgit Fröhlig, Kaufmännische Geschäftsführerin der EEW Stavenhagen GmbH & Co. KG.




