StEB Köln beginnen Tunnelbau für den neuen Rheindüker

Die StEB Köln haben mit einer symbolischen Maschinentaufe den Beginn des Tunnelbaus für den neuen Rheindüker zwischen Stammheim und Niehl gefeiert. Die Vortriebsmaschine mit einem Durchmesser von 3,20 m werde in den kommenden Monaten rund 940 m unter dem Rhein zurücklegen, das sei ein zentraler Meilenstein für eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der Kölner Abwasserwirtschaft, teilten die Stadtentwässerungsbetriebe mit.

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die als Namenspatin für die Vortriebsmaschine fungierte, erklärte: „Der neue Rheindüker ist nicht nur ein technisch anspruchsvolles Bauwerk, sondern ein entscheidender Baustein für die Lebensqualität aller Kölnerinnen und Kölner. Unsere Stadt wird in den nächsten Jahrzehnten weiterwachsen und sich entwickeln. Daher ist es wichtig, dass wir schon jetzt die Infrastruktur auf die zukünftigen Anforderungen vorbereiten."  Die Patenschaft für die zweite, kleinere Maschine mit einem Durchmesser von zwei Metern übernimmt Janine Hofmann, stellvertretende Projektleiterin bei den StEB Köln. Sie soll in einer späteren Bauphase zum Einsatz kommen und eine zweite Dükerröhre herstellen.

Der Rheindüker leitet das Abwasser aus dem linksrheinischen Köln unter dem Rhein hindurch zum rechtsrheinischen Großklärwerk Köln-Stammheim, das über 80 Prozent des Kölner Abwassers reinigt. Die bisherigen Leitungen stammen aus dem Jahr 1928 und sind den heutigen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Die StEB Köln investieren daher rund 110 Mio. Euro in den Ersatzneubau.

„Wir erneuern das Rückgrat unserer Kölner Abwasserinfrastruktur - und damit eines der bedeutendsten Bauwerke im Verborgenen", meinte StEB-Vorständin Ulrike Franzke. Der neue Düker werde rund 50 Prozent mehr Abwasser transportieren können und mache das Großklärwerk effizienter und leistungsfähiger. „Das zahlt direkt auf unsere Vision ein: blaues Wasser für eine grüne Stadt. Insgesamt investieren wir bis 2035 rund 1,5 Mrd. Euro in die wasserwirtschaftliche Zukunft unserer Stadt“, erklärte Franzke.

Der Tunnelbau erfolgt nach Angaben der Stadtentwässerungsbetriebe im Rohrvortriebsverfahren. Dabei wird die Maschine vom Startschacht in Stammheim aus hydraulisch durch das Erdreich gedrückt, während sie sich mit einem rotierenden Bohrkopf kontinuierlich vorarbeitet. Im Anschluss an den Tunnelvortrieb folgen der Rohreinzug in das Dükerrohr DN 3200, die Herstellung der Schachtbauwerke und die technische Ausstattung des neuen Rheindükers. Die Inbetriebnahmedes neuen Rheindükers ist für das Jahr 2028 geplant.

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