Studie: „Erdschieflage“ beeinflusst Niederschlags- und Feuchtigkeitsmengen

50.000 Jahre Hydroklima anhand von Meeressedimentbohrkernen analysiert

Die „Erdschieflage“ bestimmt das Hydroklima mit. Natürliche Schwankungen der Erdbahnparameter haben einen entscheidenden Einfluss auf Niederschlags- und Feuchtigkeitsmengen. Das hat ein Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) nachgewiesen. Es sei den Wissenschaftlern gelungen, rund 50.000 Jahre Hydroklima der mittleren Breiten des Südostpazifiks anhand spezieller Indikatoren in Meeressedimentbohrkernen zu analysieren, teilte das IOW in Rostock mit. Ihre Studie sei im Fachjournal Nature Communications erschienen.

Unter dem Hydroklima versteht man die Gesamtheit aller langfristigen Wettererscheinungen einer Region, die über Niederschlags- und Feuchtigkeitsmengen entscheiden, erklärte das IOW. Ursachen für wechselnde Niederschlags- und Feuchtigkeitsmengen in der Erdvergangenheit zu verstehen, sei eine wichtige Voraussetzung, um zukünftige Veränderungen des Hydroklimas auf der Erde besser abschätzen und bei Klimamodellierungen berücksichtigen zu können. Mit fortschreitendem Klimawandel nehme das Risiko für das Auftreten von Hydroklima-Extremen – sowohl Dürren als auch Starkregenereignisse – zu. Das habe der Weltklimarat deutlich gemacht.

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