Studie: Klimawandel begünstigt schädliche Algenblüten in Seen und Stauseen

Veränderung der Nährstoffdynamik und der Schichtungsverhältnisse

Eine veränderte Nährstoffdynamik wegen erhöhter Wassertemperaturen und veränderter Schichtungsverhältnisse durch den Klimawandel begünstigt das Wachstum schädlicher Algenblüten. Das ist das Ergebnis einer neuen Langzeitstudie unter Federführung der Universität Bayreuth, die im fränkischen Seenland durchgeführt wurde. Ihre Erkenntnisse haben die Forschenden im Fachjournal Water Resources Research veröffentlicht.

In ihrer Studie haben die Forschenden um Prof. Stefan Peiffer am Lehrstuhl für Hydrologie des Bayreuther Zentrums für Ökologie und Umweltforschung (BayCEER) der Universität Bayreuth einen Datensatz der neunzehn Jahre im Zeitraum 2000 bis 2019 ausgewertet, heißt es in einer Mitteilung der Universität. Untersucht haben sie den Angaben zufolge die Wassertemperatur, Schichtungsdauer und Nährstoffzusammensetzung sowie den Sauerstoffgehalt von vier fränkischen Stauseen: dem flachen Altmühlsee sowie den drei tiefen, miteinander verbundenen Brombach-Talsperren. In den Daten zeige sich eine signifikante Zunahme der Wassertemperatur von bis zu einem Grad Celsius pro Jahrzehnt sowie einen Anstieg der Schichtungsdauer um bis zu achtzehn Tagen pro Jahrzehnt.

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