Forschende der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und des Wasserverbandes Eifel-Rur untersuchen in einem neuen, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit mehr als 310.000 Euro geförderten Forschungsprojekt die Sedimente von fünf Stauseen in der Eifel. Die auf drei Jahre angelegte Studie soll zeigen, wie sich Schadstoff-, Schwermetall- und Mikroplastikbelastungen in den Einzugsgebieten der Talsperren über die vergangenen rund 100 Jahre entwickelt haben.
Die Forschenden betrachten die Sedimente als eine Art Umweltarchiv. Da mit der Strömung transportiertes Material in Stauseen abgelagert wird und dort meist verbleibt, lassen sich aus den Sedimentschichten Rückschlüsse auf frühere Umweltbedingungen ziehen. Hierzu sollen Bohrkerne von bis zu acht Metern Länge aus den trockengelegten Bereichen der Stauseen entnommen und anschließend hochauflösend analysiert werden. Die zeitliche Einordnung der Ablagerungen erfolgt unter anderem mithilfe von Caesium-137- und Radiokarbondatierungen.
Neben Schadstoffen und Schwermetallen wird in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden auch die Menge und Zusammensetzung von Mikroplastik in den Sedimenten untersucht. Ergänzend wollen die Forschenden historische Quellen wie Dorfchroniken auswerten, um Belastungsspitzen bestimmten Ereignissen zuordnen zu können. Hier geht es weiter.........




