Mit dem Start des Forschungsprojekts MikroGraph hat ein neuer Thüringer Forschungsverbund die Arbeit aufgenommen. Ziel ist es, die kontinuierliche Überwachung von Mikroschadstoffen im Abwasser entsprechend der neuen EU-Kommunalwasserrichtlinie (KARL) entscheidend zu verbessern, heißt es in einer Mitteilung der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Das Landeswirtschaftsministerium fördert die Entwicklung eines hochautomatisierten und kostengünstigen Vor-Ort-Analysesystems mit über zwei Mio. Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Die Belastung durch Mikroschadstoffe – etwa Arzneimittelrückstände, Pestizide oder Weichmacher – wird demnach bislang meist nur punktuell durch Probenentnahme und zentrale Laboranalysen erfasst. Derzeit erfolgt die Analyse von Mikroschadstoffen meist über Einzelproben, die in zentrale Labore transportiert und dort untersucht werden. Diese Methode ist zeitaufwendig und erlaubt keine unmittelbare Reaktion auf akute Belastungen.
Das Forschungsvorhaben „MikroGraph“ adressiert diese Herausforderung mit einem innovativen Messsystem mit integrierten Bauelementen aus zweidimensionalen (2D) Materialien, das die Konzentration von Schadstoffen direkt vor Ort erfassen und so eine schnelle und zuverlässige Erkennung von Schadstoffen ermöglichen soll. Hier geht es weiter.......



