TU Berlin entwickelt energieeffiziente Klärtechnik für Anlagen in der MENA-Region

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Im Rahmen eines neuen Verbundvorhabens entwickelt die TU Berlin eine innovative und kostensparende Abwasser-Klärtechnik für die MENA-Region. Die TU weist in einer Mitteilung darauf hin, dass der Energiebedarf im Wassersektor insbesondere bei der Reinigung von Wasser und Abwasser sehr hoch sei.

Im Rahmen des Vorhabens „ANAJO“ soll nun eine besonders energieeffiziente Klärtechnik entstehen, die auf einer Abwasservorbehandlung ohne Sauerstoff basiert. Diese soll zunächst in der MENA-Region (Mittlerer Osten/Nordafrika) in Jordanien implementiert und etabliert werden.

Das Projekt wird vom Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der TU Berlin koordiniert und gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie umgesetzt. Es wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMVU) im Rahmen des Förderprogramms „Exportinitiative Umweltschutz“ gefördert.

Integration einer anaeroben Behandlungseinheit in bestehende Abwasserkläranlagen

Der Energiebedarf für Wasser und Abwasser in Jordanien entspricht nach Angaben der TU Berlin etwa 16 Prozent des gesamten Energiebedarfs aller Sektoren. Rund 33 der jordanischen Kläranlagen werden mit dem so genannten Belebtschlamm-Verfahren betrieben, ein Verfahren zur biologischen Reinigung, das zu 50 bis 70 Prozent für den besonders hohen Energieverbrauch verantwortlich ist. Durch die Integration einer anaeroben Behandlungseinheit in die bestehenden Abwasserkläranlagen, d.h. einer Technologie, mit der Abbauprozesse ohne Vorhandensein von Sauerstoff ablaufen, könne das Potenzial zur Energieeinsparung bis zu 50 Prozent betragen....

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