Forscher der Technischen Universität Dresden untersuchen die Wirkung von Wassernebel gegen Hitze. Pünktlich mit dem Auftreten hochsommerlicher Temperaturen hat jetzt die zweite Untersuchungsperiode des Forschungsprojekts „Kühlpotenzial wasserbasierter Zerstäubungssysteme“ begonnen, teilte die Universität Mitte Juni mit.
Gemeint sind sogenannte Nebelduschen, die aus feinen Düsen einen Wasserstrahl zerstäuben. In Dresden sind an dem Projekt Professuren für Landschaftsbau, Wasserbau, Meteorologie und Siedlungswasserwirtschaft beteiligt. „Im Projekt wird die mikroklimatische Wirkung von Wassernebel im Außenraum untersucht und Hinweise zum gezielten Einsatz von Zerstäubersystemen erarbeitet", hieß es. Die Hitzebelastung in Städten erfordere einen zunehmend hohen Aufwand für die Gebäudekühlung. „In Tropennächten kühlen Räume kaum ab, Arbeitsplätze sind nur eingeschränkt nutzbar und auch im urbanen Freiraum sind kühle Oasen rar“, teilten die Forscher in der Projektbeschreibung mit. Besonders betroffen seien Blockstrukturen als typisches urbanes Wohn- und Arbeitsumfeld. Nach Angaben der Wissenschaftler tragen die dortigen Höfe wegen Hitzestau und eingeschränkter nächtlicher Abstrahlung kaum zu natürlicher Kühlung bei. Deshalb untersuche man die Anwendung von Wasserzerstäubern.
Da ihr Betrieb zusätzliches Trinkwasser verbrauchen würde, konzipiere man die Aufbereitung und Speicherung von Regenwasser. „Es soll eine gesteuerte Verwendung des Wassers zur Verdunstung im Sommer und zur Grundwasserneubildung in kühleren Monaten möglich sein.“ (dpa)




