UDE veröffentlicht erste weltweite Übersicht zu Stressfaktoren für Flussorganismen

Vor allem Salzgehalt, Sauerstoffmangel und Sedimentablagerungen

Ein Forschungsteam der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat erstmals vergleichend analysiert, wie verschiedene Stressfaktoren weltweit auf fünf Gruppen von Flussorganismen wirken. Die in Nature Ecology & Evolution veröffentlichten Ergebnisse sollen eine Grundlage für künftige Vorhersagen liefern, heißt es in einer Mittelung der UDE, laut der Süßgewässer unter dem Einfluss vieler gleichzeitiger Belastungen schneller Arten verlieren als jedes andere Ökosystem. Landwirtschaft, Abwässer, Staudämme, die Abschwemmung feiner Sedimente von Äckern und nicht zuletzt der Klimawandel mit seinen steigenden Temperaturen verändern Qualität und Struktur von Süßwasserökosystemen, vor allem von Flüssen. Doch bislang fehlte ein klares Bild, wie einzelne, menschgemachte Stressfaktoren auf verschiedene Artengruppen wirken.

Ein Team um Erstautor Willem Kaijser von der UDE-Arbeitsgruppe Aquatische Ökologie hat diese Lücke nun geschlossen. Die Forschenden sichteten mehr als 22.000 Fachartikel und analysierten 1.332 Datensätze aus 276 Studien. Daraus entstand die erste globale Zusammenfassung, die Belastungsfaktoren mit den Reaktionen von fünf wichtigen Organismengruppen in Beziehung setzt: Mikroorganismen, Algen, Wasserpflanzen, wirbellose Tiere und Fische.

Über alle Gruppen hinweg steht die Artenvielfalt besonders mit den Belastungsfaktoren erhöhter Salzgehalt, Sauerstoffmangel und übermäßige Sedimentablagerungen in Zusammenhang. Diese Faktoren treten oft gemeinsam auf und verschlechtern Lebensbedingungen – etwa durch Stoffwechselstress oder verschlammte Lebensräume. Lesen Sie mehr dazu ........

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