Unsichtbare Abflussprozesse im Fokus: DFG fördert Forschung zu Subsurface Stormflow

Unter der Geländeoberfläche können sich bei Starkregen rasch unterirdische Abflussbahnen ausbilden, die maßgeblich zur Entstehung von Hochwasser beitragen. Im Zentrum steht dabei der so genannte Subsurface Stormflow (SSF) – ein schneller unterirdischer Abflussprozess, der bislang nur unzureichend verstanden ist. Diesem Phänomen widmet sich die Forschungsgruppe FOR 5288 in den kommenden vier Jahren. Das geht aus einer Mitteilung der Philipps-Universität Marburg, die die Forschungsgruppe gemeinsam mit dem GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung koordiniert und zudem das Teilprojekt „Novel Tracers“ verantwortet, anlässlich der zweiten Förderperiode hervor. Für beide Aufgaben erhält sie Fördermittel in Höhe von insgesamt 1,6 Mio. Euro.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das interdisziplinäre Vorhaben mit mehr als fünf Mio. Euro; kofinanziert wird es vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) sowie vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF. Unter der gemeinsamen Leitung von Prof. Peter Chifflard (Universität Marburg) und Theresa Blume (GFZ) untersuchen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Bedeutung des SSF für Grundwasserneubildung, Fließgewässerdynamik und Hochwasserprozesse in Mittel- und Hochgebirgsregionen.

„Die erneute Förderung der Forschungsgruppe ist ein starkes Signal für die wissenschaftliche Expertise und internationale Sichtbarkeit der Marburger Hydrologie. Das Projekt verbindet grundlegende Prozessforschung mit hoher gesellschaftlicher Relevanz – von Hochwasserschutz über Trinkwassersicherheit bis hin zu Klimafragen. Besonders freut mich, dass die Philipps-Universität Marburg hier eine koordinierende Rolle übernimmt und innovative Methoden mit interdisziplinärer Nachwuchsförderung verknüpft“, erklärt Prof. Gert Bange, der Vizepräsident für Forschung der Philipps-Universität Marburg. Hier geht es weiter......

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